1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Bern, 02.04.2026  
Nasonex® Dosier Nasenspray  
Eingeführtes Arzneimittel gemäss Art. 14 Abs. 2 und 3 HMG («Parallelimport») von Nasonex®, Dosier-  
Nasenspray (Zul.-Nr. 54189) der Zulassungsinhaberin Organon GmbH, Luzern.  
Zusammensetzung  
Wirkstoffe  
Mometasonfuroat (als Monohydrat).  
Hilfsstoffe  
Mikrokristalline Cellulose und Carmellose-Natrium, Glycerol, Natriumcitrat-Dihydrat, Citronensäure-  
Monohydrat, Polysorbat 80, Benzalkoniumchlorid 0.2 mg, gereinigtes Wasser ad suspensionem pro 1  
g.  
Zusammensetzung gemäss ausländischer Packungsbeilage.  
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit  
Nasonex Dosier-Nasenspray, Suspension:  
1 Sprühstoss (=100 mg der wässrigen Suspension) enthält 50 μg Mometasonfuroat.  
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten  
Nasonex Dosier-Nasenspray ist bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren zur  
symptomatischen Behandlung der saisonalen und chronischen allergischen (perennialen) Rhinitis  
indiziert.  
Bei Patienten mit bekannter saisonaler allergischer Rhinitis kann mit der Behandlung prophylaktisch 2–  
4 Wochen vor dem Beginn der Pollensaison begonnen werden.  
Nasonex Dosier-Nasenspray ist indiziert für die Behandlung von Nasenpolypen bei Erwachsenen ab  
18 Jahren.  
Nasonex Dosier-Nasenspray kann bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren für die  
symptomatische Behandlung der unkomplizierten akuten Rhinosinusitis (Symptome >1 Woche; <4  
Wochen) ohne Zeichen und Symptome einer schweren bakteriellen Infektion (keine persistierende  
einseitige Symptomatik, kein Hinweis für Zahnbeteiligung, keine persistierende Gesichtsschwellung)  
angewendet werden.  
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Dosierung/Anwendung  
Allgemein  
Nasonex darf nur intranasal verabreicht werden. Es ist wichtig, Nasonex regelmässig anzuwenden, um  
die volle therapeutische Wirkung zu erreichen. Der Patient sollte über das Ausbleiben der Sofortwirkung  
unterrichtet werden (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).  
Dosierung  
Saisonale und chronische allergische Rhinitis  
Erwachsene (einschliesslich Geriatrie), Jugendliche und Kinder ab 12 Jahren  
1mal täglich, am besten morgens, 2 Sprühstösse in jedes Nasenloch (entspricht 200 μg  
Mometasonfuroat/Tag).  
Sind die Symptome unter Kontrolle, kann eine Reduktion auf 1mal täglich 1 Sprühstoss je Nasenloch  
als Erhaltungsdosis erwogen werden (entspricht 100 μg Mometasonfuroat/Tag).  
Kinder zwischen 6 und 11 Jahren  
1mal täglich 1 Sprühstoss in jedes Nasenloch (entspricht 50 μg Mometasonfuroat/Sprühstoss oder 100  
μg/Tag). Die Dosis darf nicht erhöht werden.  
Nasale Polypen  
Erwachsene ab 18 Jahren  
Die empfohlene Dosis beträgt 2× täglich je zwei Sprühstösse (zu je 50 μg Mometasonfuroat) in jedes  
Nasenloch. Dies entspricht einer Tagesdosis von 400 μg Mometasonfuroat proTag.  
Sind die Symptome unter Kontrolle, wird eine Reduktion auf 1× täglich 2 Sprühstösse je Nasenloch  
empfohlen (entspricht 200 μg Mometasonfuroat/Tag).  
Sollte sich nach 5 bis 6 Wochen Behandlung keine Verbesserung der Symptome einstellen, sollte ein  
Wechsel der Therapie in Erwägung gezogen werden.  
Es wurden Wirksamkeits- und Sicherheitsstudien über einen Zeitraum von 4 Monaten mit Nasonex 400  
μg Gesamttagesdosen bei der Behandlung von Polyposis durchgeführt.  
Akute Rhinosinusitis  
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren  
Die empfohlene Dosierung beträgt 2× täglich je zwei Sprühstösse (zu je 50 μg Mometasonfuroat) in  
jedes Nasenloch. Dies entspricht einer Tagesdosis von 400 μg Mometasonfuroat pro Tag.  
Der Patient soll dazu angehalten werden, seinen Arzt zu konsultieren, falls sich die Symptome während  
der Behandlung verschlechtern.  
Kontraindikationen  
Bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss  
Zusammensetzung.  
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen  
Nasonex sollte nicht angewendet werden bei unbehandelten lokalen Infektionen der  
Nasenschleimhaut.  
Aufgrund der hemmenden Wirkung von Kortikosteroiden auf die Wundheilung sollten nasale  
Kortikosteroide nach einem Trauma oder einem chirurgischen Eingriff an der Nase erst nach Abschluss  
der Wundheilung verwendet werden.  
Bei Patienten mit aktiver oder asymptomatischer Tuberkulose, mit unbehandelten Pilz-, bakteriellen  
oder systemischen viralen Infektionen oder mit einer Herpesinfektion des Auges sollte Nasonex, wenn  
überhaupt, nur mit Vorsicht angewendet werden.  
Wie bei allen Langzeitbehandlungen sollten Patienten, die Nasonex über mehrere Monate oder länger  
verwenden, regelmässig auf Veränderungen der Nasenschleimhaut untersucht werden. In klinischen  
Studien wurde nach 12 monatiger Anwendung von Nasonex keine Atrophie der Nasenschleimhaut  
festgestellt; Mometasonfuroat schien die Nasenschleimhaut eher zu normalisieren.  
Sollten lokale Pilzinfektionen der Nase oder des Rachens auftreten, sollte die Behandlung mit Nasonex  
abgebrochen oder eine entsprechende antifungale Therapie eingeleitet werden. Es gibt keine  
Anzeichen einer Suppression der HPA-Achse (Hypothalamus/Hypophysen/Nebennierenrinden-Achse)  
unter Langzeittherapie mit Nasonex. Trotzdem ist aber bei einer Langzeitbehandlung mit allen nasalen  
Kortikosteroiden (inkl. Nasonex) bei speziell Kortikoidsteroid-sensitiven Patienten und  
Sondersituationen eine Beeinflussung der NNR-Achse und das Auftreten eines Hyperkortizismus  
vorstellbar. Besondere Vorsicht ist auch bei Patienten geboten, die von einer Langzeitbehandlung mit  
systemischen Kortikoiden auf Nasonex umgestellt werden, und Grund zur Annahme besteht, dass ihre  
Nebennierenfunktion eingeschränkt sein könnte.  
Die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Nasonex in der Behandlung von unilateralen Polypen,  
verbunden mit zystischer Fibrose, oder in der Behandlung von Polypen, die die Nasenhöhle vollständig  
verschliessen, wurde nicht untersucht.  
Unilaterale Polypen mit ungewöhnlichem oder unregelmässigem Aussehen, besonders wenn sie  
Geschwüre bilden oder bluten, sollten weiter abgeklärt werden.  
Unter Kortikosteroidbehandlung stehende Patienten, die möglicherweise immunsupprimiert sind,  
sollten vor dem Risiko einer Ansteckung für bestimmte Infektionskrankheiten (z.B. Masern,  
Windpocken) gewarnt werden und angewiesen werden, bei entsprechender Exposition umgehend  
medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.  
Die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Nasonex wurde bei der Behandlung von Polypen bei Kindern  
und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht untersucht.  
Bei einer Umstellung von systemischer Kortikosteroidtherapie auf Nasonex können  
Steroidentzugssymptome auftreten bei gleichzeitiger Besserung der nasalen Symptome. Der Patient  
sollte ermutigt werden, mit der Nasonex Behandlung fortzufahren.  
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Bei einer Umstellung von systemischer Kortikosteroidtherapie auf Nasonex können vorbestehende  
Allergien ausserhalb des Nasenbereichs ausbrechen, die vorher durch die systemische Kortikoidgabe  
unterdrückt wurden.  
Der Gebrauch übermässiger Dosen oder eine Langzeitbehandlung mit Glucokortikosteroiden kann zu  
systemischen Nebenwirkungen einschliesslich Wachstumsverzögerungen bei Kindern führen. Die  
Langzeitwirkung intranasaler/inhalativer Steroide bei Kindern ist nicht vollständig geklärt. Allgemein gilt,  
dass der Arzt die Wachstumsentwicklung der Kinder, die über längere Zeit mit Glucokortikosteroiden  
behandelt werden, sorgfältig beobachten muss. In einer Studie mit 49 Kindern, die während 1 Jahr 100  
μg Nasonex täglich erhielten, wurde keine reduzierte Wachstumsgeschwindigkeit beobachtet.  
Nach Anwendung intranasaler Kortikosteroide wurde über Einzelfälle eines erhöhten  
Augeninnendrucks berichtet.  
Bei systemischer und topischer (einschliesslich intranasaler, inhalativer und intraokularer) Anwendung  
von Kortikosteroiden kann über Sehstörung berichtet werden. Wenn ein Patient Symptome wie  
verschwommenes Sehen oder Sehstörungen aufweist, sollte eine Überweisung an einen  
Ophthalmologen zur Abklärung von möglichen Ursachen der Sehstörungen in Betracht gezogen  
werden, einschliesslich Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen wie zentrale seröse  
Chorioretinopathie (CSCR), über die nach systemischer und topischer Anwendung von  
Kortikosteroiden berichtet wurde.  
Akute Rhinosinusitis: Falls Zeichen oder Symptome einer schweren bakteriellen Infektion beobachtet  
werden (z.B. Fieber, anhaltende einseitige Gesichts-/Zahnschmerzen, orbitale oder periorbitale  
Gesichtsschwellung, oder Symptom-Verschlechterung nach anfänglicher Besserung), sollte der Patient  
dazu angehalten werden, sofort einen Arzt aufzusuchen.  
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Nasonex zur Behandlung der Symptome der akuten Rhinosinusitis  
bei Kindern unter 12 Jahren sind nicht untersucht worden.  
Benzalkoniumchlorid kann eine Reizung oder Schwellung der Nasenschleimhaut hervorrufen,  
insbesondere bei längerer Anwendung.  
Interaktionen  
Mometasonfuroat wird in der Leber über Cytochrom CYP3A4 metabolisiert.  
Die gleichzeitige Behandlung mit starken CYP3A4-Inhibitoren (z.B. Ketoconazol, Itraconazol,  
Clarithromycin, Ritonavir, Cobicistat) kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Kortikosteroiden  
führen und das Risiko von systemischen Kortikosteroidnebenwirkungen erhöhen. Die Kombination  
sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer  
Korticosteroidnebenwirkungen; in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf systemische  
Kortikosteroidnebenwirkungen überwacht werden.  
Eine klinische Studie wurde durchgeführt, in der Nasonex mit einem nicht sedierenden oralen  
Antihistaminikum (Loratadin) kombiniert wurde. Die jeweiligen pharmakokinetischen Parameter sowie  
das Sicherheitsprofil waren unverändert.  
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Schwangerschaft, Stillzeit  
Systemisch (subkutan) verabreichte Kortikoide erwiesen sich im Tierversuch als teratogen. Es wurden  
keine klinischen Studien an schwangeren oder stillenden Frauen durchgeführt.  
Die Therapie mit nasalen Kortikoiden sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nur erfolgen,  
wenn es eindeutig notwendig ist.  
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen  
Wurde nicht speziell untersucht.  
Unerwünschte Wirkungen  
Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Nasonex während klinischer  
Studien zur allergischen Rhinitis aufgetreten sind, sind nachfolgend aufgeführt:  
Unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit der Behandlung der allergischen Rhinitis mit  
Nasonex  
Sehr häufig (>1/10), häufig (>1/100, <1/10); gelegentlich (>1/1000, <1/100); selten (>1/10'000,  
<1/1000); sehr selten (<1/10'000).  
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums  
Häufig: Epistaxis, Pharyngitis, nasales Brennen, nasale Irritationen, nasale Ulzerationen.  
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort  
Häufig: Kopfschmerzen.  
Epistaxis trat generell mild und selbstlimitierend auf. Sie war in der behandelten Gruppe häufiger als in  
der Placebogruppe (5%), aber in vergleichbarer oder niedrigerer Inzidenz wie in den Kontrollgruppen  
aus den Studien mit Kortikosteroiden (bis zu 15%). Alle anderen Nebenwirkungen waren vergleichbar  
mit Placebo.  
In der pädiatrischen Patientenpopulation war die Häufigkeit der Nebenwirkungen, z.B. Epistaxis (6%),  
Kopfschmerzen (3%), nasale Irritation (2%) und Niesen (2%), vergleichbar mit Placebo.  
Bei Patienten, die wegen nasaler Polypen behandelt wurden, war die Gesamthäufigkeit der  
Nebenwirkungen vergleichbar mit Placebo und die beobachteten Nebenwirkungen waren gleich wie  
bei den Patienten, die gegen allergische Rhinitis behandelt wurden. Nebenwirkungen, die mit der  
Behandlung in Verbindung stehen und die bei mehr als 1% der Patienten aus klinischen Studien  
auftraten, sind in Tabelle 1 aufgelistet:  
Tabelle 1  
Unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit einer Polyposistherapie  
Sehr häufig (>1/10), häufig (>1/100, <1/10), gelegentlich (>1/1000, <1/100), selten (>1/10'000,  
<1/1000), sehr selten (<1/10'000).  
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200 μg  
200 μg  
1× täglich  
2× täglich  
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums  
Oberer Respirationstrakt  
Infektion  
Epistaxis  
häufig  
häufig  
gelegentlich  
sehr häufig  
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts  
Irritationen des Rachens  
häufig  
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort  
Kopfschmerzen  
Nach intranasaler  
häufig  
Applikation  
häufig  
von  
Mometasonfuroat  
traten  
selten  
sofortige  
Hypersensitivitätsreaktionen, einschliesslich Bronchospasmus und Dyspnoe, auf. Sehr selten wurde  
über Anaphylaxie, Angioödem oder von Störungen des Geschmacks- und Geruchssinnes berichtet.  
Das Nebenwirkungsprofil bei der Behandlung der Rhinosinusitis ist vergleichbar mit dem der anderen  
zugelassenen Indikationen. Nebenwirkungen, die mit der Behandlung in Verbindung stehen und die bei  
mehr als 2% der Patienten aus klinischen Studien auftraten, sind in Tabelle 2 aufgelistet:  
Tabelle 2  
Unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit einer Behandlung der Rhinosinusitis  
Sehr häufig (>1/10), häufig (>1/100, <1/10), gelegentlich (>1/1000, <1/100), selten (>1/10'000,  
<1/1000), sehr selten (<1/10'000).  
200 μg  
200 μg  
1× täglich  
2× täglich  
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums  
Oberer Respirationstrakt  
Epistaxis  
häufig  
häufig  
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts  
Abdominalschmerzen  
Diarrhö  
häufig  
häufig  
häufig  
häufig  
häufig  
häufig  
Nausea  
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort  
Kopfschmerzen häufig häufig  
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Die am häufigsten auftretende Nebenwirkung Epistaxis war in der Placebo-Gruppe ungefähr gleich  
häufig vertreten (2,6%) wie in den mit Nasonex behandelten Gruppen (2,9 bzw. 3,7%).  
Systemische Effekte können bei nasalen Kortikosteroiden auftreten, besonders dann, wenn sie in  
hohen Dosen über einen längere Zeit verschrieben werden.  
Über Einzelfälle von Glaukom und/oder erhöhtem Augeninnendruck wurde nach Anwendung  
intranasaler Kortikosteroide berichtet.  
Über verschwommenes Sehen wurde berichtet.  
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie  
ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.  
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder  
schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System)  
Überdosierung  
Es ist unwahrscheinlich, dass eine Überdosierung ausser weiterer Beobachtung des Patienten  
zusätzliche Massnahmen erfordert.  
Die Inhalation oder orale Einnahme von exzessiven Kortikosteroid-Dosen kann zur Suppression der  
Hypothalamus/Hypophysen/Nebennierenrinden-Achse führen.  
Eigenschaften/Wirkungen  
ATC-Code  
R01AD09  
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik  
Nasonex ist ein Dosierspray zur intranasalen Applikation. Es enthält mikronisiertes Mometasonfuroat  
in Form einer wässrigen thixotropen Suspension. Mometasonfuroat ist ein stark wirksames,  
synthetisches Glukokortikoid, das nach intranasaler Applikation lokal antiinflammatorisch und  
antiallergisch wirkt.  
In therapeutischer Dosierung treten keine systemischen Kortikoid-Nebenwirkungen auf.  
Klinische Wirksamkeit  
In klinischen Langzeitstudien zeigte sich weder eine Toleranzentwicklung noch eine Atrophie der  
Nasenschleimhaut.  
Bei der empfohlenen Dosierung von 1mal täglich 200 μg trat die Wirkung durchschnittlich (median)  
nach 36 Stunden auf. Bei ungefähr 28% aller Patienten wirkte Nasonex innerhalb von 12 Stunden, bei  
42% aller Patienten innerhalb von 24 Stunden. Nasonex ist daher wie andere Kortikoid-Rhinologika  
auch nicht zur sofortigen Behebung akuter allergischer Symptome geeignet.  
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In klinischen Studien mit nasaler Polyposis zeigte Nasonex im Vergleich zu Placebo eine signifikante  
Verbesserung in den klinisch relevanten Endpunkten wie die Grösse der nasalen Polypen, der nasalen  
Kongestion und bei dem Verlust des Geruchsinnes.  
In zwei klinischen Placebo- und aktiv-kontrollierten (Amoxicillin) Studien bei 1954 Patienten über 12  
Jahren mit akuter Rhinosinusitis ohne Zeichen einer schweren bakteriellen Infektion zeigte Nasonex in  
der Dosierung von 2mal täglich 200 μg während der Behandlungsdauer von 15 Tagen gegenüber  
Placebo eine signifikante symptomatische Verbesserung (Studie P02683 p<0,001; Studie P02692  
p=0,038) anhand der im Major Symptom Score (MSS) erfassten Symptome (Gesichtsschmerzen/-  
druck/-spannung, Sinus-Kopfschmerzen, Rhinorrhöe und Nasenverstopfung). Die in den beiden  
Studien nach 2 Wochen gefundenen Verbesserungen im MSS gegenüber dem Ausgangswert waren  
unter Nasonex 710% grösser als unter Placebo. Die Unterschiede zu Placebo betrugen in P02683: –  
0,81 (95%CI 1,18, 0,43); in P02692: 0,40 (95%CI 0,78, 0,02). In einer zusätzlichen Studie (A2-  
3852) wurde untersucht, welche MSS-Verbesserung in der Indikation Rhinosinusitis im Minimum  
notwendig ist, um von betroffenen Patienten als Nutzen wahrgenommen zu werden. Als minimale  
wahrnehmbare Differenz wurde ein MSS-Betrag im Bereich von 0,4 bis 0,6 gefunden. In beiden Studien  
konnte anhand des MSS kein statistisch signifikanter Unterschied bezüglich Symptomreduktion  
zwischen Amoxicillin (500 mg dreimal täglich) und Placebo festgestellt werden. Der behandelnde Arzt  
stufte gegenüber Placebo eine kleinere Zahl der mit Nasonex behandelten Patienten als  
Therapieversager ein (p=0,0074). Zudem war in der Nachbeobachtungsphase die Zahl der Rückfälle  
unter Nasonex gering und vergleichbar mit den Amoxicillin- und Placebogruppen. Eine  
Behandlungsdauer von mehr als 15 Tagen bei akuter Rhinosinusitis wurde nicht untersucht.  
Pharmakokinetik  
Absorption  
Mometasonfuroat in Form eines Nasensprays appliziert, hat eine systemische Bioverfügbarkeit <1% im  
Blutplasma. (untere Nachweisgrenze der Analyse: 0,25 pg/ml). Mometasonfuroat Suspension wird aus  
dem Gastrointestinaltrakt schlecht resorbiert (zu 8%).  
Metabolismus  
Der Lebermetabolismus ist über Cytochrom CYP3A4 reguliert.  
Elimination  
Sollte Nasonex versehentlich geschluckt und Mometasonfuroat damit zu einem geringen Teil resorbiert  
werden, wird es durch einen nahezu vollständigen First-pass-Effekt in der Leber inaktiviert, bevor es  
über den Urin und die Galle ausgeschieden wird.  
Präklinische Daten  
Für Mometason zeigten sich keine spezifischen toxischen Effekte. Alle auftretenden Effekte waren  
Klasseneffekte der Wirkstoffgruppe und mit erhöhten pharmakologischen Wirkungen von  
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Glukokortikoiden verbunden. Präklinische Studien zeigten, dass Mometasonfuroat frei von androgener,  
antiandrogener, östrogener oder antiöstrogener Wirkung ist. Es zeigt jedoch, wie andere  
Glukokortikoide, eine leichte antiuterotrophe Wirkung und verzögert im Tiermodell bei hohen oralen  
Dosierungen von 56 mg/kg/Tag und 280 mg/kg/Tag die vaginale Erweiterung.  
Wie andere Glukokortikoide zeigte Mometason bei hohen Konzentrationen in-vitro ein klastogenes  
Potential. In Anbetracht der Gesamtzahl der in vitro und in vivo durchgeführten Untersuchungen, ist  
jedoch kein mutagener Effekt bei therapeutisch relevanten Dosierungen zu erwarten.  
Mometasonfuroat ist, wie andere Glukokortisone, teratogen bei Nagern und Kaninchen. Es traten  
Umbilikalhernien bei Ratten auf, Rachenspalten bei Mäusen und bei Kaninchen Gallenblasenagenesis,  
Umbilikalhernien und abgebogene Vorderpfoten. Es gab ebenfalls eine verminderte Zunahme des  
Körpergewichts des Muttertieres und Veränderungen im fötalem Wachstum (niedrigeres Fötalgewicht  
und/oder verzögerte Ossifikation) bei Ratten, Mäusen und Kaninchen, sowie eine niedrigere  
Überlebensrate des Wurfes bei Mäusen.  
Das kanzerogene Potential von inhaliertem Mometasonfuroat (Aerosol mit CFC Treibgas und Tensid)  
in Konzentrationen von 0,25 bis 2,0 μg/l wurde in zwei 24 Monate dauernden Studien bei Mäusen und  
Ratten untersucht. Typische Effekte für Glukokortisone wurden beobachtet, einschliesslich  
verschiedener nicht neoplastischer Läsionen. Für keine der Tumoren wurde eine statistisch signifikante  
Relation zur Dosis gefunden.  
In Reproduktionsstudien, bei einer s.c. Verabreichung von 15 μg/kg Mometason zeigte sich eine  
verlängerte Gestation sowie eine verlängerte und erschwerte Wehenphase. Dies war mit einer  
reduzierten Überlebensrate des Wurfes verbunden sowie einem niedrigeren Geburtsgewicht oder einer  
reduzierten Gewichtszunahme. Es gab keinen Einfluss auf die Fertilität.  
Sonstige Hinweise  
Haltbarkeit  
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet  
werden.  
Haltbarkeit nach Anbruch  
Innerhalb von 2 Monaten nach Erstanwendung gebrauchen.  
Besondere Lagerungshinweise  
Bei Raumtemperatur (1525°C) in der Originalverpackung aufbewahren. Nicht einfrieren.  
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.  
Hinweise für die Handhabung  
Die Dosiereinrichtung von Nasonex sollte vor der ersten Verwendung entlüftet werden. Dazu wird die  
Dosierpumpe ca. 10mal betätigt, bis ein gleichförmiges Spray zu sehen ist. Wenn Nasonex für mehr  
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als 14 Tage nicht benutzt worden ist, sollte die Pumpvorrichtung vor Gebrauch 2mal heruntergedrückt  
werden.  
Vor jedem Gebrauch ist Nasonex gut zu schütteln.  
Eine ausführliche Gebrauchsinformation liegt der Packung bei.  
Zulassungsnummer  
Zulassungsnummer (Originalarzneimittel)  
54189 (Swissmedic)  
Zulassungsnummer (Parallelimportiertes Arzneimittel)  
70546 (Swissmedic) (Rumänien)  
Packungen  
Originalarzneimittel  
Für Zul.-Nr. 54189 verfügbar:  
Nasonex Dosier Nasenspray 140 Dosen B  
Parallelimportiertes Arzneimittel  
Für Zul.-Nr. 70546 verfügbar:  
Nasonex Dosier Nasenspray 140 Dosen B  
Zulassungsinhaberin  
Zulassungsinhaberin (Erstanmelder)  
Organon GmbH, Luzern  
Zulassungsinhaberin (Importeur)  
EurimPharm Swiss AG, St. Gallen  
Stand der Information  
April 2021  
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