1. Fachinformation für Humanarzneimittel
Bei einer Umstellung von systemischer Kortikosteroidtherapie auf Nasonex können vorbestehende
Allergien ausserhalb des Nasenbereichs ausbrechen, die vorher durch die systemische Kortikoidgabe
unterdrückt wurden.
Der Gebrauch übermässiger Dosen oder eine Langzeitbehandlung mit Glucokortikosteroiden kann zu
systemischen Nebenwirkungen einschliesslich Wachstumsverzögerungen bei Kindern führen. Die
Langzeitwirkung intranasaler/inhalativer Steroide bei Kindern ist nicht vollständig geklärt. Allgemein gilt,
dass der Arzt die Wachstumsentwicklung der Kinder, die über längere Zeit mit Glucokortikosteroiden
behandelt werden, sorgfältig beobachten muss. In einer Studie mit 49 Kindern, die während 1 Jahr 100
μg Nasonex täglich erhielten, wurde keine reduzierte Wachstumsgeschwindigkeit beobachtet.
Nach Anwendung intranasaler Kortikosteroide wurde über Einzelfälle eines erhöhten
Augeninnendrucks berichtet.
Bei systemischer und topischer (einschliesslich intranasaler, inhalativer und intraokularer) Anwendung
von Kortikosteroiden kann über Sehstörung berichtet werden. Wenn ein Patient Symptome wie
verschwommenes Sehen oder Sehstörungen aufweist, sollte eine Überweisung an einen
Ophthalmologen zur Abklärung von möglichen Ursachen der Sehstörungen in Betracht gezogen
werden, einschliesslich Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen wie zentrale seröse
Chorioretinopathie (CSCR), über die nach systemischer und topischer Anwendung von
Kortikosteroiden berichtet wurde.
Akute Rhinosinusitis: Falls Zeichen oder Symptome einer schweren bakteriellen Infektion beobachtet
werden (z.B. Fieber, anhaltende einseitige Gesichts-/Zahnschmerzen, orbitale oder periorbitale
Gesichtsschwellung, oder Symptom-Verschlechterung nach anfänglicher Besserung), sollte der Patient
dazu angehalten werden, sofort einen Arzt aufzusuchen.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Nasonex zur Behandlung der Symptome der akuten Rhinosinusitis
bei Kindern unter 12 Jahren sind nicht untersucht worden.
Benzalkoniumchlorid kann eine Reizung oder Schwellung der Nasenschleimhaut hervorrufen,
insbesondere bei längerer Anwendung.
Interaktionen
Mometasonfuroat wird in der Leber über Cytochrom CYP3A4 metabolisiert.
Die gleichzeitige Behandlung mit starken CYP3A4-Inhibitoren (z.B. Ketoconazol, Itraconazol,
Clarithromycin, Ritonavir, Cobicistat) kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Kortikosteroiden
führen und das Risiko von systemischen Kortikosteroidnebenwirkungen erhöhen. Die Kombination
sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer
Korticosteroidnebenwirkungen; in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf systemische
Kortikosteroidnebenwirkungen überwacht werden.
Eine klinische Studie wurde durchgeführt, in der Nasonex mit einem nicht sedierenden oralen
Antihistaminikum (Loratadin) kombiniert wurde. Die jeweiligen pharmakokinetischen Parameter sowie
das Sicherheitsprofil waren unverändert.
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