1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
CellCept® / - i.v.  
Eingeführtes Arzneimittel gemäss Art. 14 Abs. 2 und 3 Heilmittelgesetz („Parallelimport“) von  
CellCept® (Zul.-Nr. 53338) der Zulassungsinhaberin Roche Pharma (Schweiz) AG, Basel.  
Zusammensetzung  
Wirkstoffe  
Mofetili Mycophenolas.  
Hilfsstoffe  
Kapseln (nur beim Orginalarzneimittel erhältlich)  
Carmellosum natricum conexum (aus gentechnisch veränderter Baumwolle hergestellt),  
color.: E132, excipiens pro capsula.  
Filmtabletten (parallelimportiertes Arzneimittel)  
Cellulosum microcristallinum, carmellosum natricum conexum, povidonum K90, magnesii  
stearas, Filmüberzug: Hypromellosum, hydroxpropylcellulosum, macrogolum 400, titanii  
dioxidum (E171), E132, E172 pro compresso obducto.  
Zusammensetzung gemäss ausländischer Packungsbeilage.  
Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (nur bei Originalarzneimittel  
erhältlich)  
Lecithinum et soja (aus gentechnisch verändertem Sojabohnenöl hergestellt), aromatica:  
vanillinum et alia, aspartamum, sorbitolum (aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt),  
conserv.: E 218, excipiens ad pulverem corresp. suspensio reconstituta 1 ml.  
Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung (nur bei Originalarzneimittel erhältlich)  
Praeparatio cryodesiccata: polysorbatum 80 (aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt),  
acidum citricum, natrii chloridum, pro vitro.  
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit  
Kapseln zu 250 mg.  
Filmtabletten zu 500 mg.  
Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen: Pulver mit 35 g; entspricht nach  
Rekonstitution 200 mg/ml.  
Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung: Durchstechflasche mit Trockensubstanz 500  
mg; die zubereitete Infusionslösung enthält 6 mg/ml.  
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten  
CellCept ist in Kombination mit Corticosteroiden und Ciclosporin zur Prophylaxe von akuten  
Transplantatabstossungsreaktionen bei Patienten mit allogener Nieren-, Herz- oder  
Lebertransplantation angezeigt.  
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Dosierung/Anwendung  
Bitte beachten Sie die vollständigen Verschreibungsinformationen für Corticosteroide und  
Ciclosporin, die in Kombination mit CellCept verwendet werden.  
Die erste Dosis von CellCept soll so früh wie möglich nach einer Nieren-, Herz- oder  
Lebertransplantation verabreicht werden.  
Die Infusionslösung kann bei Nieren- und Lebertransplantation anstelle der oralen Formen  
über einen Zeitraum bis zu 14 Tagen eingesetzt werden. Die Verabreichung von CellCept  
Kapseln, Filmtabletten oder Suspension sollte beginnen, sobald eine orale Medikation des  
Patienten möglich ist.  
Intravenöse Anwendung  
Vorsicht: Die CellCept i.v. Lösung darf nicht als schnelle Infusion oder Bolus-Injektion  
intravenös verabreicht werden.  
Nieren- und Lebertransplantation  
Erwachsene  
Die empfohlene Dosis für Nieren- und Lebertransplantationspatienten beträgt zweimal täglich  
1 g (Tagesdosis: 2 g).  
Die erste Dosis von CellCept i.v. sollte innerhalb von 24 Stunden nach der Transplantation  
verabreicht werden. Nach der Rekonstitution zu einer Lösung mit der Konzentration 6 mg/ml  
ist CellCept i.v. als langsame intravenöse Infusion über mindestens 2 Stunden in eine  
periphere oder zentrale Vene zu verabreichen (Infusionspumpe). Die geeignete  
Infusionsgeschwindigkeit beträgt 84 ml/Stunde.  
Im Falle einer Nierentransplantatabstossung ist eine Dosisreduktion oder Unterbrechung der  
Anwendung nicht erforderlich. Pharmakokinetische Daten bei Lebertransplantatabstossung  
liegen nicht vor.  
Kinder und Jugendliche  
Für pädiatrische Patienten liegen keine Daten zur intravenösen Verabreichung vor.  
Orale Verabreichung  
Nierentransplantation  
Erwachsene  
Das beste therapeutische Nutzen-Risiko-Verhältnis wird bei Verabreichung einer Tagesdosis  
von 2 g (2x 4 Kapseln/2x 2 Filmtabletten/2x 5 ml Suspension) beobachtet. Bei  
Nierentransplantationspatienten ist generell eine Tagesdosis von 2 g empfohlen. Falls bei  
ausgewählten Patienten eine stärkere Immunsuppression gerechtfertigt erscheint, können 3 g  
CellCept pro Tag (2x 6 Kapseln/2x 3 Filmtabletten/2x 7,5 ml Suspension) angewendet werden.  
Bei Patienten mit verzögertem Funktionseintritt des Nierentransplantats nach der Operation ist  
keine Anpassung der Dosis erforderlich. Die Patienten sollten jedoch sorgfältig überwacht  
werden (siehe «Pharmakokinetik»). Im Falle einer Nierentransplantatabstossung ergeben sich  
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keine pharmakokinetischen Veränderungen für Mycophenolsäure (MPA), die eine  
Dosisreduktion oder Unterbrechung der Anwendung erforderlich machen würden.  
Kinder und Jugendliche (Alter 3 Monate bis 18 Jahre)  
Die empfohlene Dosis Mycophenolat-Mofetil beträgt 600 mg/m2 zweimal täglich oral  
verabreicht (bis zu einer maximalen Tagesdosis von 2 g). Zur Behandlung von Kindern und  
Jugendlichen ist die Suspension besonders geeignet.  
Bei Anwendung der festen oralen Arzneiformen können Patienten mit einer Körperoberfläche  
von 1,25 bis 1,5 m2 CellCept Kapseln in einer Dosis von zweimal täglich 750 mg (Tagesdosis:  
1,5 g) bekommen. Patienten mit einer Körperoberfläche von >1,5 m2 können CellCept Kapseln  
oder Filmtabletten in einer Dosis von zweimal täglich 1 g bekommen (Tagesdosis: 2 g).  
Herztransplantation  
Erwachsene  
Die empfohlene Dosis für Herztransplantationspatienten beträgt zweimal täglich 1,5 g  
(Tagesdosis 3 g). Bei Herztransplantatabstossung liegt kein Grund zur Dosiskorrektur vor.  
Kinder und Jugendliche  
Für pädiatrische Herztransplantationspatienten liegen keine Daten vor.  
Lebertransplantation  
Erwachsene  
Die empfohlene Dosis für Lebertransplantationspatienten beträgt zweimal täglich 1,5 g  
(Tagesdosis 3 g). Pharmakokinetische Daten bei Lebertransplantatabstossung liegen nicht  
vor.  
Kinder und Jugendliche  
Für pädiatrische Lebertransplantationspatienten liegen keine Daten vor.  
Anwendungshinweise  
Es wird empfohlen, die oralen Darreichungsformen von CellCept nüchtern einzunehmen. Bei  
Patienten mit stabilem Nierentransplantat kann CellCept mit Nahrung eingenommen werden  
(siehe «Pharmakokinetik»).  
Falls erforderlich, kann die Suspension über eine Nasenmagensonde mit einem Durchmesser  
von mindestens 8 French (Mindestmass des inneren Durchmessers 1,7 mm) verabreicht  
werden.  
Zubereitung der Suspension und der Infusionslösung: siehe «Sonstige Hinweise».  
Spezielle Dosierungsanweisungen  
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen  
CellCept sollte bei Herz- oder Lebertransplantationspatienten mit schwerer chronischer  
Niereninsuffizienz nur angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen das potentielle  
Risiko überwiegt. Bei diesen Patienten liegen keine Daten vor.  
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Nierentransplantierte Patienten mit schwerer chronischer Niereninsuffizienz (glomeruläre  
Filtrationsrate <25 ml/min/1,73 m2), denen CellCept in Einzeldosen verabreicht wurde, wiesen  
gegenüber Patienten mit geringfügigerer Niereninsuffizienz oder gesunden Probanden  
grössere AUC bezüglich MPA und MPA-Glucuronid (MPAG) im Plasma auf. Solchen  
nierentransplantierten Patienten sollte CellCept nicht in Dosen über 1 g zweimal täglich  
verabreicht werden, und sie sind sorgfältig zu überwachen (siehe auch Rubrik  
«Interaktionen»).  
Patienten mit Leberfunktionsstörungen  
Bei nierentransplantierten Patienten mit schweren Leberparenchymschäden sind  
Dosisanpassungen nicht empfohlen.  
Zu herztransplantierten Patienten mit schweren Leberparenchymschäden liegen keine Daten  
vor.  
Myelosuppression  
Für Patienten die Neutropenie entwickeln (ANC <1,3x 103/µl), muss CellCept abgesetzt oder  
dessen Dosis muss herabgesetzt werden; ferner sollten entsprechende diagnostische Tests  
durchgeführt und der Patient nach Bedarf behandelt werden.  
Ältere Patienten  
Bei älteren Patienten wird die gleiche Dosis wie bei Erwachsenen empfohlen. Für Patienten  
dieser Altersgruppe ist ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen vorhanden (siehe  
«Unerwünschte Wirkungen»).  
Kontraindikationen  
Bekannte Überempfindlichkeit, einschliesslich Anaphylaxien, gegenüber Mycophenolat-  
Mofetil, Mycophenolsäure oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung (siehe  
«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).  
CellCept ist aufgrund seines mutagenen und teratogenen Potenzials in der Schwangerschaft  
kontraindiziert (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).  
CellCept ist bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine hoch wirksamen Verhütungsmethoden  
anwenden, kontraindiziert (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit: Reproduktionsfähige Frauen und  
Männer»).  
CellCept ist in der Stillzeit kontraindiziert (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).  
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen  
Vorsicht: Die CellCept i.v. Lösung darf nicht als schnelle oder Bolus-Injektion intravenös  
verabreicht werden.  
Überempfindlichkeitsreaktionen  
Im  
Rahmen  
der  
Marktbeobachtung  
wurden  
Fälle  
von  
schwerwiegenden  
Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich Angioödemen und Anaphylaxien, unter  
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Mycophenolat-Mofetil mit oder ohne Begleittherapien, Prämedikation und/oder  
Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte berichtet. Diese Reaktionen traten  
üblicherweise innerhalb von Minuten bis zu einem Tag nach Aufnahme der Behandlung mit  
Mycophenolat-Mofetil auf. Es wird empfohlen, Mycophenolat-Mofetil dauerhaft abzusetzen,  
wenn Anzeichen oder Symptome einer anaphylaktischen Reaktion auftreten. Der Patient/die  
Patientin sollte sofort eine angemessene medizinische Behandlung erhalten und bis zum  
Abklingen der Symptome überwacht werden (siehe «Kontraindikationen» und «Unerwünschte  
Wirkungen»).  
Neoplasien  
Patienten, die CellCept als Bestandteil einer immunsuppressiven Therapie bekommen, haben  
ein erhöhtes Risiko für Lymphome und andere Malignome, insbesondere der Haut. Das Risiko  
scheint hierbei eher von der Intensität und der Dauer der Immunsuppression als von der  
Verwendung eines bestimmten Mittels abzuhängen. Wie bei allen Patienten, die einem  
erhöhten Hautkrebsrisiko ausgesetzt sind, sollte der Kontakt zu Sonnen- und UV-Licht durch  
Tragen schützender Kleidung und Verwendung eines Lichtschutzfilters mit hohem  
Schutzfaktor eingeschränkt werden.  
Infektionen  
Eine übermässige Unterdrückung des Immunsystems kann auch die Infektionsanfälligkeit -  
beispielsweise für opportunistische Infektionen, letale Infekte und Sepsis erhöhen (siehe  
«Unerwünschte Wirkungen»). In den drei kontrollierten Studien zur Prophylaxe einer  
Abstossungsreaktion nach einer Nierentransplantation traten letale Infekte bei Patienten,  
welche CellCept oder die Kontrolltherapie in Kombination mit anderen Immunsuppressiva  
erhielten, ähnlich häufig (<2%) auf. In der kontrollierten Studie zur Prophylaxe einer  
Abstossungsreaktion nach einer Herztransplantation traten letale Infekte bei 1,7% der  
Patienten unter Behandlung mit CellCept und bei 3,8% der Patienten unter Behandlung mit  
Azathioprin in Kombination mit weiteren Immunsuppressiva auf.  
Bei Herztransplantationspatienten, die mit CellCept behandelt wurden, kam es häufiger zu  
Infektionen durch Herpesviren (H. simplex, H. zoster und Zytomegalie-Virus) als bei Patienten,  
die Azathioprin erhielten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).  
Auch bei den mit CellCept behandelten Leberpatienten kam es im Vergleich zu den mit  
Azathioprin behandelten häufiger zu Herpes-simplex-Infektionen.  
Derartige Infektionen umfassen eine latente virale Reaktivierung wie beispielsweise Hepatitis  
B- oder Hepatitis C-Reaktivierung, oder Infektionen verursacht durch Polyomaviren. Über Fälle  
von Hepatitis aufgrund einer Hepatitis B- oder Hepatitis C-Reaktivierung wurde bei mit  
Immunsuppressiva behandelten Trägerpatienten berichtet. Bei mit CellCept behandelten  
Patienten wurden Fälle einer progressiven multifokalen JC-Virus-assoziierten  
Leukenzephalopathie (PML), mit gelegentlich tödlichem Verlauf, beobachtet. Ein kausaler  
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Zusammenhang zwischen PML und Mycophenolat-Mofetil kann wegen anderer  
Einflussfaktoren wie z.B. der zu Grunde liegenden Krankheit, Immunsuppressiva-  
Begleitmedikation und Latenzzeit nicht geklärt werden.  
Dennoch kann eine Rolle von Mycophenolat-Mofetil nicht ausgeschlossen werden. Bei  
immunsupprimierten Patienten, die neurologische Symptome entwickeln, sollte der Arzt daher  
auch die PML differentialdiagnostisch berücksichtigen.  
Eine BK-Virus-assoziierte Nephropathie wurde während der Anwendung von CellCept bei  
nierentransplantierten Patienten beobachtet. Diese Infektion kann mit einem  
schwerwiegenden Ausgang einhergehen, manchmal mit Verlust des Nierentransplantats. Die  
Überwachung der Patienten kann dazu beitragen, Patienten mit einem Risiko für eine BK-  
Virus-assoziierten Nephropathie zu erkennen. Aufgrund der zytostatischen Wirkung von  
CellCept auf B- und T-Lymphozyten kann COVID-19 schwerer verlaufen. Bei Patienten mit  
Anzeichen einer BK-Virus-assoziierten Nephropathie oder in Fällen einer klinisch  
bedeutsamen COVID-19-Erkrankung sollte eine Dosisreduktion oder ein Absetzen von  
CellCept erwogen werden.  
Blut und Immunsystem  
In einer kumulativen Auswertung von mit CellCept berichteten Fälle wurde über eine kleine  
Anzahl von Fälle von Erythroblastopenie (Pure Red Cell Aplasia [PRCA]), überwiegend bei  
Patienten mit Nieren- oder Pankreastransplantation, berichtet, die mit CellCept in Kombination  
mit anderen Immunsuppressiva behandelt worden waren. Bei einigen Patienten wurde nach  
Unterbruch oder Dosisreduktion der Behandlung mit CellCept eine Erholung des roten  
Blutbilds beobachtet. Eine Änderung der immunsuppressiven Behandlung bei  
Transplantationspatienten sollte mit grosser Vorsicht erfolgen, um nicht das Transplantat zu  
gefährden.  
Patienten, die mit CellCept behandelt werden, sind darauf hinzuweisen, jegliche Anhaltspunkte  
für Infektionen, das unerwartete Auftreten blauer Flecken, Blutungen oder andere Symptome  
einer Knochenmarkaplasie sofort zu melden.  
Bis zu 1,5% der nierentransplantierten Patienten, denen CellCept für die Prophylaxe der  
Abstossungsreaktion verabreicht wurde, erlitten eine schwere Neutropenie [absolute  
Neutrophilenzahl (ANC) <500/µl].  
Bis zu 2,8% der herztransplantierten Patienten, denen täglich 3 g CellCept verabreicht wurde  
und keine Patienten (0%) unter Azathioprin erlitten eine schwere Neutropenie.  
Das Auftreten einer Neutropenie kann von CellCept, den Begleitmedikamenten, einer viralen  
Infektion oder einer Kombination dieser Faktoren herrühren.  
Bei Patienten, denen CellCept verabreicht wird, sollte die Neutrophilenzahl überwacht und  
gegebenenfalls CellCept abgesetzt oder die Dosis reduziert werden (siehe «Spezielle  
Dosierungsanweisungen»).  
Das  
Gesamtblutbild  
sollte  
während  
des  
ersten  
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Behandlungsmonats wöchentlich, im zweiten und dritten Behandlungsmonat zweimal  
monatlich und anschliessend einmal pro Monat während des ersten Jahres bestimmt werden.  
Bei Patienten unter CellCept in Kombination mit anderen immunsuppressiven Wirkstoffen  
wurden Fälle von Hypogammaglobulinämien mit wiederholten Infektionen berichtet. Bei  
Patienten, die wiederholt Infektionen zeigen, sollten die IgG-Serumspiegel gemessen werden  
und gegebenenfalls die Therapie angepasst werden. In einigen Fällen normalisierten sich die  
IgG-Spiegel nach einem Wechsel von CellCept auf eine alternative immunsuppressive  
Therapie.  
Blutspende  
Patienten sollten während der Therapie und mindestens 6 Wochen nach Beendigung der  
Behandlung mit CellCept kein Blut spenden.  
Impfung  
Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass Schutzimpfungen während der  
Behandlung mit CellCept unter Umständen weniger wirksam sind und dass auf die Anwendung  
von Lebendimpfstoffen verzichtet werden sollte (siehe «Interaktionen»).  
Gastrointestinaltrakt  
Da CellCept mit einer erhöhten Inzidenz unerwünschter Wirkungen im Verdauungstrakt wie  
gastrointestinale Ulzera, Blutungen und Perforationen in Zusammenhang gebracht wird,  
sollte CellCept Patienten mit schweren Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes mit Vorsicht  
verabreicht werden.  
CellCept ist ein Inosinmonophosphat-Dehydrogenase-Hemmer (IMPDH); daher sollte  
CellCept bei Patienten vermieden werden, die an dem seltenen, vererbten Mangel an  
Hypoxanthin-Guanin-phosphoribosyltransferase (HGPRT), zum Beispiel Lesch-Nyhan- oder  
Kelley-Seegmiller-Syndrom, leiden.  
Interaktionen  
Vorsicht ist bei der Umstellung von Kombinationstherapien geboten, wenn Therapieschemata  
mit Immunsuppressiva, die die enterohepatische Rezirkulation von MPA beeinflussen (z.B.  
Ciclosporin), auf andere, denen dieser Effekt fehlt (wie z.B. Sirolimus oder Belatacept),  
umgestellt werden - oder umgekehrt -, da dies zu Veränderungen der MPA-Exposition führen  
könnte.  
Bei einer Umstellung der Kombinationstherapie oder zur Sicherstellung einer ausreichenden  
Immunsuppression bei Patienten mit hohem immunologischem Risiko (z.B. Abstossungsrisiko  
- Antibiotikabehandlung, antiinfektiöse Behandlung mit Interaktionspotential siehe Rubrik  
«Interaktionen») kann ein therapeutisches Drug-Monitoring von MPA angebracht sein).  
Bei der Verabreichung von Wirkstoffen anderer Klassen, die den enterohepatischen Kreislauf  
von MPA beeinflussen (wie z.B. Cholestyramin, Antibiotika), ist aufgrund ihres Potenzials, die  
Plasmakonzentration und Wirksamkeit von CellCept zu reduzieren, Vorsicht geboten (s.  
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«Interaktionen»). Sevelamer und andere Phosphatbinder sollten zwei Stunden nach einer  
CellCept-Einnahme verabreicht werden, um den Einfluss auf die Absorption zu minimieren.  
Es wird empfohlen, CellCept nicht zusammen mit Azathioprin zu verabreichen, da beide  
Präparate eine Knochenmarkaplasie hervorrufen können und ihre gleichzeitige Verabreichung  
nicht geprüft worden ist.  
Spezielle Patientengruppen  
Anwendung bei älteren Patienten  
Betagte Patienten können ein höheres Nebenwirkungsrisiko aufweisen als jüngere Patienten,  
beispielweise ein erhöhtes Risiko für bestimmte Infektionen (einschliesslich eines invasiven  
Gewebebefalls durch das Zytomegalie-Virus) und möglicherweise für gastrointestinale  
Blutungen und Lungenödeme (s. «Unerwünschte Wirkungen»).  
Anwendung bei Schwangerschaft/Stillzeit  
CellCept ist in der Schwangerschaft und in der Stillzeit kontraindiziert (siehe  
«Schwangerschaft/Stillzeit»).  
Anwendung bei Samenspende  
Männer sollten während der Therapie und bis 90 Tage nach Beendigung der Behandlung mit  
CellCept keinen Samen spenden.  
Anwendung bei Niereninsuffizienz  
Die Gabe von höheren Dosen als 1 g zweimal täglich an nierentransplantierte Patienten mit  
schwerer chronischer Niereninsuffizienz (glomeruläre  
Filtrationsrate <25 ml/min/1,73 m2) ausserhalb der unmittelbaren Zeit nach der Transplantation  
oder nach Behandlung der akuten refraktären Abstossung ist zu vermeiden (siehe  
«Pharmakokinetik» und «Spezielle Dosierungsanweisungen»).  
Bei transplantierten Patienten mit verzögerter Funktionsaufnahme des Nierentransplantats  
wird keine Dosisanpassung empfohlen, die Patienten müssen jedoch sorgfältig überwacht  
werden (siehe «Pharmakokinetik» und «Spezielle Dosierungsanweisungen»). Es liegen keine  
Daten zu herz- oder lebertransplantatierten Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz vor.  
Anwendung bei Patienten mit Phenylketonurie  
CellCept Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen enthält Aspartam. Daher  
sollte die Suspension nur unter Vorsicht an Patienten mit Phenylketonurie verabreicht werden.  
Interaktionen  
DNA-Polymerase-Inhibitoren  
Aciclovir, Probenecid und andere aktiv tubulär sezernierte Arzneimittel  
Aciclovir und seine Prodrugs (z.B. Valaciclovir), Probenecid und andere Arzneimittel, die aktiv  
tubulär sezerniert werden, können mit MPAG um die tubuläre Sekretion konkurrieren. Bei  
gleichzeitiger Gabe von Aciclovir und Mycophenolat-Mofetil werden die AUC von MPAG um  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
8,6% und die AUC von Aciclovir um 17,4% erhöht. Bei Vorliegen einer Niereninsuffizienz kann  
es zu einem weiteren Konzentrationsanstieg beider Substanzen kommen.  
Die gleichzeitige Verabreichung von Probenecid und Mycophenolat-Mofetil an Affen bewirkt  
eine Verdreifachung der AUC von MPAG.  
Bei einer Kombination von Mycophenolat-Mofetil mit anderen aktiv tubulär sezernierten  
Medikamenten sind die Patienten engmaschig zu überwachen.  
Ganciclovir  
Gestützt auf die Resultate einer Einzeldosisstudie, bei der orales Mycophenolat-Mofetil und  
i.v. Ganciclovir in der empfohlenen Dosierung verabreicht wurden, und aufgrund der  
bekannten Auswirkungen von Nierenfunktionsstörungen auf die Pharmakokinetik von  
Mycophenolat-Mofetil (MMF) (siehe «Pharmakokinetik») und Ganciclovir ist zu erwarten, dass  
die gleichzeitige Verabreichung dieser Arzneimittel (die bezüglich der tubulären Sekretion in  
den Nieren miteinander konkurrieren) zu einer Erhöhung der Konzentration von MPAG und  
Ganciclovir führt. Bezüglich der Pharmakokinetik von MPA wird keine wesentliche  
Veränderung erwartet und eine Dosisanpassung von MMF ist nicht erforderlich. Patienten mit  
Nierenfunktionsstörungen, die gleichzeitig MMF und Ganciclovir oder seine Prodrugs (z.B.  
Valganciclovir) erhalten, müssen genau überwacht werden.  
Antazida mit Magnesium- und Aluminiumhydroxid und Protonenpumpeninhibitoren (PPI)  
Bei gleichzeitiger Verabreichung von CellCept mit PPI (wie Lansoprazol und Pantoprazol),  
wurde eine um bis zu 30% verminderte Exposition gegenüber Mycophenolsäure (MPA) und  
eine bis zu 60% niedrigere Cmax beobachtet. In einer klinischen Studie mit  
nierentransplantierten Patienten und in einer  
Analyse epidemiologischer Daten waren die Raten an akuten Abstossungsreaktionen und  
Transplantatverlust in CellCept-Patienten mit und ohne PPI-Komedikation vergleichbar.  
Diese klinische Beobachtung kann auf die Antazida Magnesiumhydroxid und  
Aluminiumhydroxid extrapoliert werden, da bei diesen die verminderte Exposition bei  
gleichzeitiger Verabreichung von CellCept deutlich geringer ist.  
Komplexbildner  
Cholestyramin oder andere Arzneimittel mit Auswirkungen auf den enterohepatischen  
Kreislauf  
Aufgrund der Verringerung der Absorption bzw. Unterbrechung des enterohepatischen  
Kreislaufs durch Cholestyramin wird die AUC von Mycophenolsäure um 40% reduziert.  
Cholestyramin oder andere Arzneimittel mit Auswirkung auf den enterohepatischen Kreislauf  
wie Antibiotika sollten wegen einer möglichen Reduzierung der Wirksamkeit von CellCept nur  
unter engmaschiger Kontrolle der MPA-Spiegel angewendet werden.  
Phosphatbinder  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Die gleichzeitige Verabreichung von Sevelamer und CellCept verringerte die Cmax und die  
AUC0-12 von MPA um 30% bzw. 25%.  
Immunosuppressivum Ciclosporin A  
Die Pharmakokinetik von Ciclosporin A wurde durch Mycophenolat-Mofetil nicht beeinflusst.  
Allerdings beeinflusst Ciclosporin A die enterohepatische Rezirkulation von MPA. So führte bei  
Nierentransplantationspatienten die gleichzeitige Verabreichung von CellCept und Ciclosporin  
A zu einem Abfall der MPA-Exposition um 30-50% im Vergleich zu Patienten, welche Sirolimus  
oder Belatacept und vergleichbare Dosen von CellCept erhielten.  
Umgekehrt ist mit Veränderungen der MPA-Exposition zu rechnen, wenn Patienten von  
Ciclosporin A auf eines der Immunosuppressiva ohne Einfluss auf den enterohepatischen  
Kreislauf von MPA umgestellt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).  
Tacrolimus  
Die  
gleichzeitige  
Verabreichung  
von  
Tacrolimus  
und  
CellCept  
hatte  
bei  
Lebertransplantatempfängern keinen Einfluss auf die AUC oder die Cmax von MPA.  
Ein ähnlicher Befund wurde in einer neueren Studie bei Nierentransplantatempfängern  
festgestellt.  
Bei Nierentransplantationspatienten war aufgezeigt worden, dass die Konzentration von  
Tacrolimus durch CellCept nicht verändert wird.  
Jedoch kam es bei gut eingestellten Lebertransplantationspatienten nach wiederholter Gabe  
von CellCept (1,5 g zweimal täglich) unter gleichzeitiger Behandlung mit Tacrolimus zu einer  
Zunahme der Tacrolimus-AUC um ca. 20%.  
Antibiotika  
Rifampicin  
Nach dosisbezogener Korrektur beobachtete man bei einem einzelnen Patienten, der ein  
Herz-Lungen-Transplantat erhalten hatte und dem gleichzeitig Rifampicin verabreicht wurde,  
eine Verringerung der Mycophenolsäure-Exposition (AUC012) um 70%. Es wird daher  
empfohlen, die MPA-Exposition zu überwachen und die Dosen von CellCept so anzupassen,  
dass die klinische Wirksamkeit erhalten bleibt, wenn die beiden Arzneimittel gleichzeitig  
verabreicht werden.  
Antibiotika zur Eliminierung von β-Glukuronidase bildenden Bakterien im Darm (z.B.  
Aminoglykoside, Cephalosporin, Fluorchinolon und Antibiotika aus der Klasse der Penicilline)  
können die enterohepatische Rezirkulation von MPAG/MPA beeinflussen. Dies kann zu einer  
verringerten systemischen MPA-Exposition beitragen (siehe «Warnhinweise und  
Vorsichtsmassnahmen», «Interaktionen»).  
Es liegen Informationen über die folgenden Antibiotika vor:  
Ciprofloxacin und Amoxicillin plus Clavulansäure  
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Bei Empfängern von Nierentransplantaten wurde berichtet, dass es in den Tagen, welche  
unmittelbar auf die Einnahme von oralem Ciprofloxacin oder Amoxicillin plus Clavulansäure  
folgten, zu einer Reduktion der MPA-Talspiegel («pre-dose (trough) MPA concentrations») um  
54% gekommen ist. Dieser Effekt tendiert dazu, unter fortgesetzter Antibiotika-Anwendung  
abzunehmen, und verschwindet nach Abbruch der Antibiotikabehandlung. Es wird empfohlen,  
die MPA-Exposition zu überwachen und die Dosen von CellCept so anzupassen, dass die  
klinische Wirksamkeit erhalten bleibt, wenn die beiden Arzneimittel gleichzeitig verabreicht  
werden.  
Norfloxacin und Metronidazol  
Norfloxacin in Kombination mit Metronidazol reduzierten synergistisch die AUC0-48 von MPA  
nach einer Einzeldosis CellCept um 30%. Wurden diese Antibiotika separat verabreicht, war  
der Einfluss auf die systemische MPA-Exposition geringeren Ausmasses.  
Trimethoprim/Sulfamethoxazol  
Bei Anwendung der Kombination aus Trimethoprim/Sulfamethoxazol wurde kein Einfluss auf  
die systemische MPA-Exposition (AUC, Cmax) festgestellt.  
Mycostatin/Tobramycin/Cefuroxim  
Bei oraler Anwendung einer Mixtur aus Tobramycin, Cefuroxim und Mycostatin zur selektiven  
Darmdekontamination nach Lebertransplantation muss mit einer ungefähr 30% geringeren  
Exposition gegenüber MPA während der Gabe der Antibiotika gerechnet werden.  
Orale Kontrazeptiva  
Eine Studie, an der 18 Frauen mit Psoriasis während 3 Menstruationszyklen teilnahmen und  
in welcher gleichzeitig CellCept (zweimal täglich 1 g) und Kombinationspräparate zur oralen  
Kontrazeption verabreicht wurden, die Ethinylestradiol (0,020,04 mg) und Levonorgestrel  
(0,05-0,20 mg), Desogestrel (0,15 mg) oder Gestoden (0,050,10 mg) enthielten, ergab keinen  
klinisch nennenswerten Einfluss von CellCept auf die Serumspiegel von Progesteron, LH und  
FSH. Dies weist darauf hin, dass CellCept die ovulationshemmende Wirkung der oralen  
Kontrazeptiva nicht beeinflusst. Die Pharmakokinetik oraler Kontrazeptiva wurde bei  
gleichzeitiger Anwendung von CellCept nicht in klinisch bedeutsamem Umfang beeinflusst  
(siehe «Schwangerschaft/Stillzeit: Reproduktionsfähige Frauen und Männer»).  
Arzneimittel, die die Glucuronidierung beeinflussen  
Durch die begleitende Gabe von Arzneimitteln, die die Glucuronidierung von MPA hemmen,  
kann die Exposition gegenüber MPA erhöht werden (z.B. wurde bei gleichzeitiger Anwendung  
von Isavuconazol eine Erhöhung der MPA AUC0-um 35% beobachtet). Daher ist bei  
gleichzeitiger Verabreichung dieser Arzneimittel mit CellCept Vorsicht geboten.  
Die gleichzeitige Verabreichung von Telmisartan und CellCept führte zu einer etwa 30%igen  
Abnahme der Mycophenolsäure-(MPA-)Konzentration. Telmisartan verändert durch verstärkte  
Expression von PPAR-gamma (Peroxisom-Proliferator-aktivierter Rezeptor gamma) die MPA-  
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Elimination, was wiederum zu erhöhter UGT1A9-Expression und -Aktivität führt und die  
Glucuronidierung verstärkt. Beim Vergleich der Raten von Transplantatabstossung und -  
verlust oder der Nebenwirkungsprofile zwischen Patienten unter CellCept mit gleichzeitiger  
Telmisartan-Medikation und Patienten unter CellCept ohne Telmisartan-Medikation wurden  
keine klinischen Auswirkungen der pharmakokinetischen Arzneimittel-Interaktion festgestellt.  
Lebendimpfstoffe  
Lebendimpfstoffe sollten nicht Patienten mit beeinträchtigter Immunreaktion verabreicht  
werden, da die Bildung von Antikörpern gegen Vakzine vermindert werden könnte.  
Schwangerschaft/Stillzeit  
Schwangerschaft  
CellCept ist aufgrund seines mutagenen und teratogenen Potenzials in der Schwangerschaft  
kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»). CellCept ist ein humanes Teratogen mit einem  
erhöhten Risiko für Spontanaborte (hauptsächlich im ersten Trimenon) und angeborene  
Fehlbildungen bei mütterlicher Exposition in der Schwangerschaft (siehe «Unerwünschte  
Wirkungen: Postmarketing-Erfahrung»). In der medizinischen Fachliteratur wurde über ein  
Risiko für Spontanaborte nach Mycophenolat-Mofetil-Exposition von 45% bis 49% berichtet.  
Im Vergleich dazu wurde bei organtransplantierten Patientinnen, die mit anderen  
Immunsuppressiva behandelt worden waren, eine Häufigkeit von Spontanaborten zwischen  
12% und 33% angegeben.  
In der veröffentlichten Literatur wurden bei 23% bis 27% der Lebendgeburten nach  
Schwangerschaften mit Mycophenolat-Mofetil-Exposition angeborene Fehlbildungen  
(einschliesslich multipler Fehlbildungen bei einzelnen Neugeborenen) beschrieben. Im  
Vergleich dazu wird das Risiko für Fehlbildungen in der Gesamtbevölkerung auf ungefähr 2%  
der Lebendgeburten und bei Empfängerinnen solider Organtransplantate unter der  
Behandlung mit anderen Immunsuppressiva als Mycophenolat-Mofetil auf ungefähr 4% bis 5%  
geschätzt.  
Bei Kindern von Patientinnen, die während der Schwangerschaft Mycophenolat-Mofetil in  
Kombination mit anderen Immunsuppressiva erhalten hatten, wurden nach der  
Markteinführung die folgenden angeborenen Fehlbildungen (zum Teil auch multiple  
Fehlbildungen) am häufigsten gemeldet:  
Fehlbildungen im Gesicht, z.B. Lippenspalte, Gaumenspalte, Mikrognathie und  
Hypertelorismus der Orbitae;  
Anomalien des Ohrs (z.B. auffällig geformtes oder fehlendes Aussen-/Mittelohr) und  
Auges (z.B. Kolobom, Mikrophthalmus);  
Fehlbildung der Finger (z.B. Polydaktylie, Syndaktylie, Brachydaktylie);  
Kardiale Anomalien, wie beispielsweise atriale und ventrikuläre septale Defekte;  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Fehlbildungen in der Speiseröhre (z.B. ösophageale Atresie);  
Fehlbildungen im Nervensystem (z.B. Spina bifida);  
Anomalien der Niere.  
Zusätzlich gab es einzelne Berichte über folgende Missbildungen  
Mikrophthalmie;  
Kongenitale Plexus choroideusZysten;  
Agenesie des Septum pellucidum;  
Agenesie des olfaktorischen Nervs.  
Diese Ergebnisse sind vereinbar mit den teratologischen Studien an Ratten und Kaninchen, in  
denen es bei fehlender maternaler Toxizität zum Absterben (Resorption) des Fetus oder zu  
Fehlbildungen kam (siehe «Präklinische Daten»). Wehen und Entbindung: Die Sicherheit von  
CellCept während der Wehen und Entbindung wurde nicht untersucht.  
Stillzeit  
Begrenzte Daten zeigen, dass Mycophenolsäure in die Muttermilch übergeht. CellCept ist  
aufgrund des Potenzials schwerwiegender unerwünschter Reaktionen beim Säugling während  
der Stillzeit kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).  
Reproduktionsfähige Frauen und Männer  
Fertilität  
CellCept ist bei gebärfähigen Frauen, die keine hochwirksamen Verhütungsmethoden  
anwenden, kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»). In tierexperimentellen Studien erwies  
sich Mycophenolat-Mofetil als teratogen (siehe «Präklinische Daten»). Bei männlichen und  
weiblichen Ratten, die mit Mycophenolat-Mofetil behandelt wurden, waren keine  
Auswirkungen auf die Fertilität zu beobachten.  
Schwangerschaftstest  
Vor Beginn einer CellCept Behandlung müssen Frauen im gebärfähigen Alter zwei negative  
Serum- oder Urin-Schwangerschaftstests mit einer Sensitivität von mindestens 25 mIE/ml  
vorweisen, um eine unbeabsichtigte Exposition des Embryos gegenüber Mycophenolat  
auszuschliessen. Es wird empfohlen, 8 10 Tage nach dem ersten Test den zweiten Test  
durchzuführen. Wenn es bei Transplantaten verstorbener Spender nicht möglich ist, zwei  
Tests im Abstand von 8 10 Tagen vor Behandlungsbeginn durchzuführen (aufgrund der  
zeitlich nicht planbaren Verfügbarkeit eines Transplantats), muss ein Schwangerschaftstest  
unmittelbar vor Behandlungsbeginn und ein weiterer Test 8 10 Tage danach durchgeführt  
werden. Die Ergebnisse aller Schwangerschaftstests sollen mit den Patientinnen besprochen  
werden. Die Patientinnen sind darauf hinzuweisen, dass sie ihren Arzt sofort benachrichtigen  
müssen, falls sie schwanger geworden sind.  
Schwangerschaftsverhütung  
Frauen  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
CellCept ist bei gebärfähigen Frauen, die keine hochwirksamen Verhütungsmethoden  
anwenden, kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).  
Vor Beginn der Behandlung müssen fortpflanzungsfähige weibliche Patienten auf das erhöhte  
Risiko für Fehlgeburten und angeborene Fehlbildungen hingewiesen und hinsichtlich der  
Schwangerschaftsverhütung und Schwangerschaftsplanung beraten werden. Gebärfähige  
Frauen müssen, sofern nicht Abstinenz als Verhütungsmethode gewählt wurde, vor Beginn  
einer Therapie mit CellCept, während der Therapie, sowie bis sechs Wochen nach  
Beendigung der Behandlung zwei verlässliche Verhütungsmethoden gleichzeitig anwenden,  
von denen mindestens eine hochwirksam sein muss.  
Männer  
Zur väterlichen Exposition mit CellCept liegen derzeit nur begrenzte klinische Daten vor. Diese  
Daten weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen oder Fehlgeburten nach  
väterlicher Exposition mit Mycophenolat hin.  
Nichtklinische Daten belegen, dass die Mycophenolat-Dosis, die über die Samenflüssigkeit auf  
eine potenziell schwangere Partnerin übertragen werden könnte, 200-fach niedriger als die  
geringste teratogene Konzentration bei Tieren ist. Daher wird das Schädigungsrisiko über die  
Samenflüssigkeit als vernachlässigbar erachtet. In tierexperimentellen Studien wurden jedoch  
genotoxische Effekte bei einer Exposition festgestellt, die ungefähr das 2,5-fache der  
therapeutischen Exposition beim Menschen betrug. Daher kann ein Risiko für genotoxische  
Effekte auf Spermazellen nicht vollständig ausgeschlossen werden.  
Da keine ausreichenden Daten vorliegen, um ein Schädigungsrisiko für einen Fötus, der  
während oder direkt nach der Behandlung des Vaters gezeugt wurde, auszuschliessen, wird  
folgende Vorsichtsmassnahme empfohlen: Sexuell aktiven männlichen Patienten und/oder  
ihren Partnerinnen wird geraten, während der Behandlung des männlichen Patienten sowie  
bis mindestens 90 Tage nach Beendigung der Therapie eine wirksame Verhütungsmethode  
(Kondome) anzuwenden. Die Anwendung von Kondomen gilt sowohl für fortpflanzungsfähige  
Männer als auch für Männer mit Vasektomie, da die Risiken, die mit dem Transfer von  
Samenflüssigkeit verbunden sind, auch bei Männern mit Vasektomie bestehen.  
Fortpflanzungsfähige männliche Patienten sollen von qualifiziertem medizinischem  
Fachpersonal über die möglichen Risiken, ein Kind zu zeugen, informiert und entsprechend  
beraten werden.  
11 Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen  
Es wurden keine spezifischen Studien durchgeführt.  
CellCept könnte eine Auswirkung auf die Fähigkeit zum Autofahren und Bedienen von  
Maschinen haben. Patienten sollen das Autofahren oder Bedienen von Maschinen vermeiden,  
falls bei ihnen unter der Behandlung mit CellCept Arzneimittelnebenwirkungen wie Somnolenz,  
Verwirrtheit, Schwindel, Tremor oder Hypotonie auftreten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
12 Unerwünschte Wirkungen  
Klinische Erfahrung  
Schätzungsweise insgesamt 1557 erwachsene Patienten erhielten in klinischen  
Zulassungsstudien CellCept zur Vorbeugung akuter Organabstossung. Davon wurden 991 in  
die gepoolten renalen Studien ICM1866, MYC022 und MYC023, 277 in die hepatische Studie  
MYC2646 und 289 in die kardiale Studie MYC1864 eingeschlossen. Patienten aller  
Studienarme erhielten zudem Ciclosporin und Corticosteroide. Zu den häufigsten und/oder  
schwersten unerwünschten Wirkungen gehörten in den Zulassungsstudien Diarrhöe,  
Leukopenie, Sepsis und Emesis.  
Darüber hinaus gab es Hinweise auf eine erhöhte Häufigkeit bestimmter Infektionen, z.B.  
opportunistische Infektionen.  
In den drei kontrollierten Studien zur Prävention der Abstossungsreaktion nach  
Nierentransplantation ergab sich für Tagesdosen von 2 g MycophenolatMofetil ein insgesamt  
besseres Sicherheitsprofil als für Tagesdosen von 3 g.  
Das Sicherheitsprofil von CellCept bei Patienten, die wegen einer refraktären  
Nierentransplantatabstossung behandelt wurden, war mit dem vergleichbar, was in den  
zulassungsrelevanten Studien zur Prävention einer Nierentransplantatabstossung bei einer  
Tagesdosis von 3 g beobachtet worden war. Unerwünschte Ereignisse, die bei Patienten, die  
CellCept erhielten, häufiger berichtet wurden als bei Patienten mit i.v. Corticosteroiden, waren  
hauptsächlich Diarrhöe und Leukopenie, gefolgt von Anämie, Übelkeit, Abdominalschmerzen,  
Sepsis, Übelkeit mit Emesis und Dyspepsie.  
Das Nebenwirkungsprofil von CellCept i.v. gleicht dem nach oraler Verabreichung von  
CellCept.  
Kinder und Jugendliche (3 Monate bis 18 Jahre)  
Die Art der unerwünschten Wirkungen, die in einer klinischen Studie mit 100 pädiatrischen  
Patienten mit Nierentransplantat im Alter von 3 Monaten bis 18  
Jahren, welche oral zweimal täglich 600 mg/m2 Mycophenolat-Mofetil erhielten, beobachtet  
wurden, war im Allgemeinen ähnlich wie bei erwachsenen Patienten, die zweimal täglich 1 g  
CellCept erhielten.  
Die folgenden behandlungsbedingten unerwünschten Wirkungen traten jedoch bei Kindern  
und Jugendlichen mit einer Häufigkeit von mehr als 10% auf und sie waren bei Kindern und  
Jugendlichen, vor allem bei denjenigen unter 6 Jahren, im Vergleich zu Erwachsenen häufiger:  
Diarrhöe, Leukopenie, Sepsis, Infektionen, Anämie.  
Ältere Patienten (≥65 Jahre)  
Ältere Patienten (≥65 Jahre) können einem höheren Risiko für Nebenwirkungen aufgrund von  
Immunsuppression unterliegen, insbesondere wenn sie CellCept im Rahmen einer  
immunsuppressiven Kombinationstherapie erhalten. Diese Patienten können im Vergleich zu  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
jüngeren Personen ein erhöhtes Risiko für bestimmte Infektionen (einschliesslich eines  
invasiven Gewebebefalls durch das Zytomegalie-Virus (CMV)) und möglicherweise für  
gastrointestinale Blutungen und Lungenödeme bestehen.  
Nebenwirkungsprofil von CellCept bei pivotalen klinischen Studien  
Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW), die in klinischen Studien beobachtet  
wurden, sind nach MedDRA-Systemorganklassen und nach ihrer Häufigkeit geordnet  
aufgeführt. Die Häufigkeitskategorien der einzelnen unerwünschten Arzneimittelwirkungen  
sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1'000  
bis <1/100); selten (≥1/10'000 bis <1/1'000); sehr selten (<1/10'000). Aufgrund der grossen  
Unterschiede, die in der Häufigkeit bestimmter UAW bei verschiedenen  
transplantatbezogenen Indikationen festgestellt wurden, wird die Häufigkeit nach Nieren-,  
Leber- und Herztransplantationspatienten getrennt aufgeführt.  
Nierentransplantationsstudien mit CellCept in Kombination mit Ciclosporin und  
Corticosteroiden (991 Patienten mit CellCept behandelt)  
Infektionen und parasitäre Erkrankungen  
Sehr häufig: Bakterielle Infektionen (39,9%), Virale Infektionen (16,3%).  
Häufig: Pilzinfektionen.  
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen) Häufig:  
Benigne Neoplasie der Haut, Hautkrebs, Neoplasie.  
Erkrankungen des Blutes- und des Lymphsystems  
Sehr häufig: Leukopenie (28,6%), Anämie (20,0%).  
Häufig: Thrombozytopenie, Neutropenie, Leukozytose, Ekchymose, Panzytopenie.  
Gelegentlich: Pseudolymphom, Lymphopenie, Agranulozytose.  
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen  
Sehr häufig: Hypercholesterinämie (11,0%), Hypophosphatämie (10,8%).  
Häufig: Hyperglykämie, Hypokaliämie, Hyperlipämie, Hyperkaliämie, Azidose, Hypokalzämie,  
Hypomagnesiämie, Gewichtsverlust.  
Psychiatrische Erkrankungen  
Häufig: Schlafstörung, Depression, Verwirrung.  
Erkrankungen des Nervensystems  
Sehr häufig: Kopfschmerzen (14,8%).  
Häufig: Tremor, Schwindel, Parästhesien, Hypertonus (muskulär), Somnolenz.  
Herzerkrankungen  
Häufig: Tachykardie.  
Gefässerkrankungen  
Sehr häufig: Hypertonie (27,5%).  
Häufig: Hypotonie, Venenthrombose (nur i.v.).  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Sehr häufig: Dyspnoe  
(12,2%), Husten (11,4%).  
Häufig: Pleuraerguss.  
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts  
Sehr häufig: Diarrhöe (30,4%), Abdominalschmerzen (22,4%), Übelkeit (18,4%), Obstipation  
(18,0%), Dyspepsie (13,0%), Emesis (10,6%).  
Häufig: Flatulenz, Ösophagitis, Appetitverlust, Gastritis, Gastrointestinales Ulkus,  
Gastrointestinale Blutung, Ileus, Colitis, Stomatitis.  
Leber- und Gallenerkrankungen  
Häufig: Erhöhung des Lactat-Dehydrogenase-Blutenzymspiegels, Erhöhung der  
Leberenzymwerte, Erhöhung des Alkalisch-Phosphatase-Blutenzymspiegels, Hepatitis.  
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Häufig: Hautausschlag, Alopezie.  
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Häufig: Arthralgie,  
Muskelschwäche.  
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Sehr häufig: Hämaturie (10,0%).  
Häufig: Erhöhte Kreatininwerte im Blut.  
Gelegentlich: Erhöhte Harnstoffwerte im Blut.  
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Sehr häufig: Ödeme  
(21,0%), Fieber (18,6%), Asthenie (10,8%).  
Häufig: Schmerzen, Hernie, Unwohlsein, Schüttelfrost.  
Herztransplantationsstudie mit CellCept in Kombination mit Ciclosporin und Corticosteroiden  
(289 Patienten mit CellCept behandelt)  
Infektionen und parasitäre Erkrankungen  
Sehr häufig: Virale Infektionen (31,1%), Bakterielle Infektionen (19,0%), Pilzinfektionen  
(13,1%).  
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)  
Häufig: Benigne Neoplasie der Haut, Hautkrebs, Neoplasie.  
Erkrankungen des Blutes- und des Lymphsystems  
Sehr häufig: Anämie (45,0%), Leukozytose (42,6%), Leukopenie (34,4%), Thrombozytopenie  
(24,2%), Ekchymose (20,1%).  
Häufig: Pseudolymphom, Neutropenie.  
Gelegentlich: Panzytopenie, Lymphopenie, Agranulozytose.  
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen  
Sehr häufig: Hyperglykämie (48,4%), Hypercholesterinämie (46,0%), Hypokaliämie (32,5%),  
Hypomagnesiämie (20,1%), Hyperkaliämie (16,3%), Azidose (14,9%), Hyperlipämie (13,8%).  
Häufig: Hypophosphatämie, Hypokalzämie, Gewichtsverlust.  
Psychiatrische Erkrankungen  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Sehr häufig: Schlafstörung (43,3%), Depression (20,1%), Verwirrung (14,2%).  
Erkrankungen des Nervensystems  
Sehr häufig: Kopfschmerzen (58,5%), Schwindel (34,3%), Tremor (26,3%), Hypertonus  
(muskulär) (17,3%), Parästhesien (15,6%) Somnolenz (12,8%).  
Herzerkrankungen  
Sehr häufig: Tachykardie (22,8%).  
Gefässerkrankungen  
Sehr häufig: Hypertonie (78,9%), Hypotonie (34,3%).  
Häufig: Venenthrombose (nur i.v.).  
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums  
Sehr häufig: Dyspnoe (44,3%), Husten (40,5%), Pleuraerguss (18%).  
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts  
Sehr häufig: Übelkeit (56,1%), Diarrhöe (52,6%), Obstipation (43,6%), Abdominalschmerzen  
(41,9%), Emesis (39,1%), Dyspepsie (22,1%), Flatulenz (18,0%), Appetitverlust (14,2%).  
Häufig: Gastritis, Ösophagitis, Gastrointestinale Blutung, Gastrointestinales Ulkus, Stomatitis,  
Colitis, Ileus.  
Leber- und Gallenerkrankungen  
Sehr häufig: Erhöhung des Lactat-Dehydrogenase-Blutenzymspiegels (23,5%), Erhöhung der  
Leberenzymwerte (17,3%).  
Häufig: Erhöhung der alkalischen Phosphatase.  
Gelegentlich: Hepatitis.  
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Sehr häufig: Hautausschlag (26,0%).  
Häufig: Alopezie.  
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Sehr häufig: Muskelschwäche  
(13,8%), Arthralgie (10,0%).  
Erkrankungen der Nieren und Harnwege  
Sehr häufig: Erhöhte Kreatininwerte im Blut (42,2%), Erhöhte Harnstoffwerte im Blut (36,7%).  
Häufig: Hämaturie.  
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort  
Sehr häufig: Ödeme (67,5%), Fieber (56,4%), Asthenie (49,1%), Schmerzen (42,2%),  
Schüttelfrost (13,5%), Hernie (12,1%).  
Häufig: Unwohlsein.  
Lebertransplantationsstudie mit CellCept in Kombination mit Ciclosporin und Corticosteroiden  
(277 Patienten mit CellCept behandelt)  
Infektionen und parasitäre Erkrankungen  
Sehr häufig: Bakterielle Infektionen (27,4%), Virale Infektionen (14,1%), Pilzinfektionen  
(10,1%).  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)  
Häufig: Benigne Neoplasie der Haut, Neoplasie.  
Gelegentlich: Hautkrebs.  
Erkrankungen des Blutes- und des Lymphsystems  
Sehr häufig: Leukopenie (45,8%), Anämie (43,0%), Thrombozytopenie (38,3%), Leukozytose  
(22,4%).  
Häufig: Ekchymose, Neutropenie, Panzytopenie.  
Gelegentlich: Pseudolymphom, Lymphopenie.  
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen  
Sehr häufig: Hyperglykämie (43,7%), Hypomagnesiämie (39,0%), Hypokaliämie (37,2%),  
Hypokalzämie (30,0%), Hyperkaliämie (22,0%), Hypophosphatämie (14,4%).  
Häufig: Hyperlipämie, Azidose, Gewichtsverlust, Hypercholesterinämie.  
Psychiatrische Erkrankungen  
Sehr häufig: Schlafstörung (52,3%), Depression (17,3%), Verwirrung (17,3%).  
Erkrankungen des Nervensystems  
Sehr häufig: Kopfschmerzen (53,8%), Tremor (33,9%), Schwindel (16,2%), Parästhesien  
(15,2%).  
Häufig: Somnolenz, Hypertonus (muskulär).  
Herzerkrankungen  
Sehr häufig: Tachykardie (22,0%).  
Gefässerkrankungen  
Sehr häufig: Hypertonie (62,1%), Hypotonie (18,4%).  
Häufig: Venenthrombose (nur i.v.).  
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums  
Sehr häufig: Pleuraerguss (34,3%), Dyspnoe (31,0%), Husten (15,9%).  
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts  
Sehr häufig: Abdominalschmerzen (62,5%), Übelkeit (54,5%), Diarrhöe (51,3%), Obstipation  
(37,9%), Emesis (32,9%), Appetitverlust (25,3%), Dyspepsie (22,4%), Flatulenz (18,8%).  
Häufig: Gastrointestinale Blutung, Gastrointestinales Ulkus, Ösophagitis, Gastritis, Ileus,  
Colitis, Stomatitis.  
Leber- und Gallenerkrankungen  
Sehr häufig: Erhöhung der Leberenzymwerte (24,9%), Hepatitis (13,0%).  
Häufig: Erhöhung des Alkalisch-Phosphatase-Blutenzymspiegels.  
Gelegentlich: Erhöhung des Lactat-Dehydrogenase-Blutenzymspiegels.  
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Sehr häufig: Hautausschlag (17,7%).  
Häufig: Alopezie.  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Häufig: Arthralgie,  
Muskelschwäche.  
Erkrankungen der Nieren und Harnwege  
Sehr häufig: Erhöhte Kreatininwerte im Blut (19,9%), Erhöhte Harnstoffwerte im Blut (10,1%).  
Häufig: Hämaturie.  
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort  
Sehr häufig: Fieber (52,3%), Ödeme (48,4%), Schmerzen (46,6%), Asthenie (35,4%), Hernie  
(11,6%), Schüttelfrost (10,8%).  
Häufig: Unwohlsein.  
Weitere Informationen zu ausgewählten unerwünschten Wirkungen  
Infektionen  
Alle Patienten, die mit Immunsuppressiva behandelt werden, haben ein erhöhtes Risiko für  
bakterielle, virale und Pilzinfektionen (darunter solche mit potenziell letalem Verlauf),  
einschliesslich Infektionen durch opportunistische Erreger und Reaktivierung latenter  
Virusinfektionen. Das Risiko steigt mit der gesamten immunsuppressiven Belastung.  
Die schwerwiegendsten Infektionen waren Sepsis und Peritonitis.  
Bei Nieren-, Herz- und Lebertransplantationspatienten, die über mindestens ein Jahr  
nachverfolgt wurden, waren die häufigsten üblichen opportunistischen Infektionen bei  
Patienten unter CellCept (2 g oder 3 g pro Tag) Schleimhaut-Candida-Infektionen, CMV-  
Virämie/-Syndrom und Herpes simplex-Infektionen. Der Anteil von Patienten mit CMV-  
Virämie/-Syndrom betrug 13,5%.  
Maligne Tumoren  
Patienten, die CellCept als Bestandteil einer immunsuppressiven Therapie bekommen, haben  
ein erhöhtes Risiko für Lymphome und andere Malignome, insbesondere der Haut (siehe  
«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).  
Daten zur Sicherheit über 3 Jahre bei Nieren- und Herztransplantationspatienten zeigten keine  
unerwarteten Änderungen der Häufigkeit von bösartigen Tumoren im Vergleich zu 1-  
Jahresdaten auf. Lebertransplantationspatienten wurden über mindestens 1 Jahr, aber  
weniger als 3 Jahre nachverfolgt.  
In unterstützenden klinischen Studien zur Prophylaxe einer Abstossungsreaktion nach einer  
Nierentransplantation betrug die Lymphoma-Rate 3,9% bei einem durchschnittlichen Follow-  
up von 42 Monaten.  
Erkrankungen des Blutes- und des Lymphsystems  
Zytopenien, einschliesslich Leukopenie, Anämie, Thrombozytopenie und Panzytopenie,  
stellen ein bekanntes mit Mycophenolat assoziiertes Risiko dar und können zum Auftreten von  
Infektionen und Blutungen führen oder beitragen. Neutropenie und Agranulozytose wurden  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
berichtet. Deswegen wird eine regelmässige Überwachung der mit Mycophenolat-Mofetil  
behandelten Patienten empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).  
Gastrointestinale unerwünschte Wirkungen  
Die schwerwiegendsten gastrointestinalen Störungen waren Ulzeration und Blutungen, die als  
mit Mycophenolat assoziierte Risiken bekannt sind. In den Zulassungsstudien wurden häufig  
orale, ösophageale, gastrische oder intestinale Ulzera, oft kompliziert durch Blutungen, sowie  
Hämatemesis, Melena und hämorrhagische Formen der Gastritis und Colitis gemeldet. Die  
häufigsten gastrointestinalen Störungen waren jedoch Diarrhöe, Übelkeit und Emesis.  
Endoskopische Untersuchungen von Patienten mit CellCept-bedingtem Diarrhöe zeigten  
isolierte Fälle intestinaler Zottenatrophie.  
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort  
Ödeme, einschliesslich peripherer, Gesichts- und Skrotal-Ödeme, wurden in den  
Zulassungsstudien sehr häufig gemeldet. Muskuloskelettale Schmerzen wie Myalgie, Nacken-  
und Rückenschmerzen wurden ebenfalls sehr häufig gemeldet.  
Postmarketing-Erfahrung  
Nebenwirkungsprofil von CellCept bei Postmarketing-Erfahrung  
Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW), sind nach MedDRA-Systemorganklassen  
und nach ihrer Häufigkeit geordnet aufgeführt. Die Häufigkeitskategorien der einzelnen  
unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10); häufig  
(≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1'000 bis <1/100); selten (≥1/10'000 bis <1/1'000); sehr  
selten (<1/10'000); nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).  
Infektionen und parasitäre Erkrankungen  
Gelegentlich: Protozoen-Infektionen.  
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)  
Gelegentlich: Lymphome, lymphoproliferative Erkrankung.  
Erkrankungen des Blutes- und des Lymphsystems  
Gelegentlich: Erythroblastopenie (PRCA), Knochenmarksdepression.  
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Häufig: Pankreatitis.  
Erkrankungen des Immunsystems Häufig: Überempfindlichkeit.  
Gelegentlich: Hypogammaglobulinämie.  
Nicht bekannt: Schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich Angioödem  
und Anaphylaktische Reaktion.  
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums  
Gelegentlich: Lungenfibrose, Interstitielle Lungenerkrankung, Bronchiektase, Lymphozele.  
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort  
Gelegentlich:  
Mit  
Inhibitoren  
der  
De-novo-Purinsynthese  
assoziiertes  
akutes  
inflammatorisches Syndrom.  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Infektionen  
Schwere, lebensbedrohliche Infektionen wie Meningitis und infektiöse Endokarditis sind  
gelegentlich gemeldet worden. Ausserdem gibt es Hinweise auf ein häufigeres Auftreten  
bestimmter Infektionsarten wie Tuberkulose sowie atypischer Infektionen durch  
Mykobakterien.  
Bei mit CellCept behandelten Patienten wurden progressive multifokale Leukenzephalopathie  
(PML) und BK-Virus-assoziierte Nephropathie beobachtet.  
Kongenitale Erkrankungen und Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen  
Siehe «Schwangerschaft/Stillzeit».  
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort  
Das mit Inhibitoren der De-novo-Purinsynthese assoziierte akute inflammatorische Syndrom  
ist eine neu beschriebene, paradoxe proinflammatorische Reaktion, die mit Mycophenolat und  
anderen Purinsynthese-Inhibitoren assoziiert und durch Fieber, Arthralgie, Arthritis,  
Muskelschmerzen und Erhöhung der Entzündungsmarker gekennzeichnet ist. Vereinzelten  
Berichten in der Fachliteratur zufolge war nach dem Absetzen des Wirkstoffs eine rasche  
Verbesserung zu beobachten.  
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser  
Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-  
Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden  
Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS  
(Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter  
Überdosierung  
Die Erfahrungen bezüglich Überdosierung von CellCept beim Menschen sind sehr beschränkt.  
Die Fälle gemeldeter Überdosierung liegen im Rahmen des bekannten Sicherheitsprofils des  
Präparates.  
MPA und MPAG können durch Hämodialyse nicht eliminiert werden. Bei hohen  
Plasmakonzentrationen von MPAG (>100 µg/ml) lassen sich jedoch geringe Mengen MPAG  
beseitigen. MPA kann mittels Gallensäurebinder wie Cholestyramin entfernt werden.  
Eigenschaften/Wirkungen  
ATC-Code  
L04AA06  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik  
Mycophenolat-Mofetil (MMF) ist der 2-Morpholinoethylester der Mycophenolsäure (MPA).  
MPA ist ein selektiver, nicht-kompetitiver und reversibler Hemmer der Inosinmonophosphat-  
Dehydrogenase (IMPDH), der daher den De-novo-Weg der Guanosin-Nucleotidsynthese  
hemmt.  
Es wurden zwei Isoformen der IMPDH identifiziert: Isoform Typ I, die in den meisten bekannten  
Zellen (einschliesslich ruhender menschlicher Lymphozyten) vorhanden ist, und Isoform Typ  
II, die stark und überwiegend in aktivierten menschlichen B- und T-Lymphozyten exprimiert  
wird. Die Isoform Typ II ist nahezu fünfmal empfindlicher gegenüber einer Hemmung durch  
MPA als die Isoform Typ I.  
Da für die Proliferation von T- und B-Lymphozyten die De-novo-Synthese von Purinen  
unerlässlich ist, während andere Zellarten den Wiederverwertungsstoffwechsel benützen  
können, wirkt MPA stärker zytostatisch auf Lymphozyten als auf andere Zellen.  
Zusätzlich zur IMPDH-Hemmung beeinflusst MPA auch die intrazellulären Signalwege, die für  
die metabolische Programmierung der Lymphozyten verantwortlich sind. Unter Verwendung  
von menschlichen CD4+-Zellen wurde gezeigt, dass MPA die transkriptionelle Aktivität von  
Lymphozyten (partiell) reversibel von einem proliferativen Zustand hin zu einem anergen  
Zustand verschiebt, in welchem sie nicht mehr auf ihren Wachstumsfaktor (IL-2) reagieren.  
Klinische Wirksamkeit  
Nierentransplantation  
Erwachsene  
Drei Studien zur Prophylaxe der akuten Abstossungsreaktion verglichen zwei verschiedene  
Dosierungen von oralem CellCept (zweimal täglich 1 g und zweimal täglich 1,5 g) mit  
Azathioprin (2 Studien) oder Placebo (1 Studie) jeweils in Kombination mit Ciclosporin und  
Corticosteroiden.  
Primärer Endpunkt zur Beurteilung der Wirksamkeit war der Anteil der Patienten in jeder  
Behandlungsgruppe mit Therapieversagen innerhalb der ersten 6 Monate nach der  
Transplantation (bioptisch nachgewiesene akute Abstossungsreaktion oder Tod, Organverlust  
oder vorzeitiger Studienabbruch aus anderen Gründen).  
CellCept in Kombination mit Corticosteroiden und Ciclosporin verminderte statistisch  
signifikant (p <0,05) die Häufigkeit von Therapieversagen innerhalb der ersten 6 Monate nach  
der Transplantation im Vergleich zur aktiven Kontrolle mit Azathioprin:  
Studie USA (N=499): Therapieversagen (bioptisch nachgewiesen) unter CellCept 2 g 31,1%  
(19,8%), CellCept 3 g 31,3% (17,5%), Azathioprin 47,6% (38,0%).  
Studie Kanada/Australien (N=503): Therapieversagen (bioptisch nachgewiesen) unter  
CellCept 2 g 38,2% (19,7%), CellCept 3 g 34,8% (15,9%), Azathioprin 50% (35,5%).  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Studie Europa (N=491): Therapieversagen (bioptisch nachgewiesen) unter CellCept 2 g 30,3%  
(17,0%), CellCept 3 g 38,8% (13,8%), Placebo 56% (46,4%).  
Es konnte bezüglich Organverlust und Tod des Patienten (12 Monate nach Transplantation)  
kein Vorteil von CellCept festgestellt werden.  
Behandlung der refraktären Abstossungsreaktion  
In einer randomisierten offenen Vergleichsstudie wurden 150 nierentransplantierten Patienten  
mit einer refraktären akuten Organabstossungsreaktion täglich entweder 3 g MMF oder  
intravenöse Corticosteroide verabreicht. Es ergab sich eine Verminderung der Häufigkeit von  
Organverlust oder Tod nach 6 Monaten für CellCept 14,3% vs. intravenöse Corticosteroide  
26,0% (p=0,062).  
Pädiatrie  
In einer Studie an 100 pädiatrischen Patienten von 3 Monaten bis 18 Jahren (33 Patienten <6  
Jahre, 8 Patienten <2 Jahre) war der Anteil der mittels Biopsie nachgewiesenen  
Abstossungsreaktionen über alle Altersgruppen (3 Monate bis <6 Jahre, 6 Jahre bis <12 Jahre,  
12 Jahre bis 18 Jahre) ähnlich und mit der von Erwachsenen vergleichbar. Die kumulative  
Häufigkeit von Organverlust (5%) und Tod des Patienten (2%) 12 Monate nach der  
Transplantation war ebenfalls gleich bei erwachsenen Nierentransplantationspatienten.  
Herztransplantation  
In einer Studie mit 650 Patienten (davon 72 Placebo) erhielten die Patienten zweimal täglich  
1,5 g CellCept (N=289) oder einmal täglich 1,53 mg Azathioprin pro kg Körpergewicht  
(N=289) jeweils in Kombination mit Ciclosporin und Corticosteroiden. Es fand sich kein  
Unterschied zwischen CellCept und Azathioprin in beiden Primärendpunkten: (1) bioptisch  
nachgewiesene Abstossungsreaktion mit Beeinträchtigung der hämodynamischen Parameter,  
Retransplantation oder Tod mit 32% bei CellCept vs. 35% bei Azathioprin und (2)  
Transplantatüberleben innerhalb der ersten 12 Monate (Tod oder Retransplantation) mit 6,2%  
bei CellCept vs. 11,4% bei Azathioprin.  
Lebertransplantation  
In einer Studie mit 565 Patienten wurde bis zu 14 Tage lang zweimal täglich 1 g CellCept  
intravenös gefolgt von zweimal täglich 1,5 g CellCept oral verabreicht bzw. im Kontrollarm 1-2  
mg Azathioprin pro kg Körpergewicht intravenös gefolgt von täglich 12 mg Azathioprin pro kg  
Körpergewicht oral, jeweils in Kombination mit Ciclosporin und Corticosteroiden. Primäre  
Endpunkte zur Beurteilung der Wirksamkeit waren: (1) der Anteil der Patienten, die innerhalb  
der ersten 6 Monate nach der Transplantation eine oder mehrere mittels Biopsie  
nachgewiesene und behandelte Abstossungsreaktionen erlitten, starben oder sich einer  
Retransplantation unterziehen mussten, und (2) der Anteil der Patienten, die innerhalb der  
ersten 12 Monate nach der Transplantation einen Organverlust (Tod/Retransplantation)  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
erlitten. Patienten, welche die Behandlung vorzeitig abbrachen, wurden hinsichtlich  
Abstossungsreaktion und Organverlust (Tod/Retransplantation) ein Jahr lang nachbeobachtet.  
Resultate  
In den (Intent-to-treat-) Primäranalysen war CellCept in Kombination mit Corticosteroiden und  
Ciclosporin zur Prophylaxe der akuten Abstossungsreaktion wirksamer (38,5% vs. 47,7%;  
p=0,025) als Azathioprin und in Bezug auf das Überleben gleich wirksam (Tod oder  
Retransplantation nach 12 Monaten 14,7% vs. 14,6%).  
Pharmakokinetik  
Die Pharmakokinetik von Mycophenolat-Mofetil wurde bei Nieren-, Herz- und  
Lebertransplantationspatienten untersucht.  
Das pharmakokinetische Profil von Mycophenolsäure ist bei Nieren- und  
Herztransplantationspatienten ähnlich.  
Bei Lebertransplantationspatienten, die eine Dosis von 1,5 g Mycophenolat-Mofetil oral oder  
1,0 g intravenös erhielten, sind die Blutspiegel von Mycophenolsäure wie bei  
Nierentransplantationspatienten nach Verabreichung einer Dosis von 1 g oral oder i.v.  
In der frühen Posttransplantationsphase (<40 Tage nach Transplantation) lag die mittlere  
MPA-AUC der Nieren-, Herz- und Lebertransplantationspatienten um zirka 30% und die Cmax  
um zirka 40% unter den entsprechenden Werten der späten Posttransplantationsphase (3-6  
Monate nach Transplantation). Dies wird als Nichtstationarität der MPA-Pharmakokinetik  
bezeichnet. Die Konzentrations-Wirkungs-Beziehung (IMPDH-Hemmung) hat sich als  
altersunabhängig erwiesen.  
Absorption  
Nach oraler Verabreichung wird Mycophenolat-Mofetil rasch und zu einem grossen Teil  
absorbiert und in einer vollständigen präsystemischen Metabolisierung in MPA, den aktiven  
Metaboliten, umgewandelt. Mycophenolat-Mofetil ist nach oraler Verabreichung im Plasma  
nicht nachweisbar.  
Aufgrund eines enterohepatischen Kreislaufs beobachtet man im Allgemeinen 612 Stunden  
nach der Verabreichung einen sekundären Anstieg der Plasmakonzentration von MPA. Auch  
nach intravenöser Verabreichung von CellCept ist zu erwarten, dass teilweise eine  
enterohepatische Rückresorption stattfindet.  
Die absolute Bioverfügbarkeit von Mycophenolsäure nach oraler Gabe von Mycophenolat-  
Mofetil beträgt 94%.  
Die Einnahme von Nahrung hatte keinen Einfluss auf das Ausmass der Resorption (MPA-  
AUC) von Mycophenolat-Mofetil, das Nierentransplantationspatienten in Dosen von zweimal  
täglich 1,5 g verabreicht wurde. Die Maximalkonzentration (Cmax) von MPA nahm jedoch in  
Gegenwart von Nahrung um 40% ab.  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Kapseln, Filmtabletten und Suspension sind bioäquivalent.  
Die MPA-AUC-Werte der Nierentransplantationspatienten, die eine Infusion von zweimal  
täglich 1 g CellCept intravenös pro Tag in der unmittelbaren Posttransplantationsphase  
erhielten, sind vergleichbar mit den Werten, die nach oraler Gabe von zweimal täglich 1 g  
CellCept beobachtet werden.  
Distribution  
MPA ist bei klinisch bedeutsamen Konzentrationen zu 97% an Plasmaalbumin gebunden.  
Dieser Wert hängt von der Nierenfunktion ab. Veränderungen der Albuminbindung nach  
Therapiebeginn erklären möglicherweise die Variabilität der MPA-Pharmakokinetik. MPAG  
(MPA-Glucuronid) ist in dem bei stabilen Patienten nach einer Nierentransplantation  
beobachteten MPAG-Konzentrationsbereich zu 82% an Plasmaalbumin gebunden. Bei  
höheren MPAG-Konzentrationen, wie sie zum Beispiel bei Patienten mit verzögertem  
Funktionseintritt des Transplantats oder schwerer Niereninsuffizienz vorliegen, geht jedoch die  
gebundene Dosisfraktion in vitro auf 62% zurück.  
Metabolismus  
Nach oraler Verabreichung wird Mycophenolat-Mofetil präsystemisch vollständig zum aktiven  
MPA metabolisiert. Nach intravenöser Verabreichung wird Mycophenolat-Mofetil ebenfalls  
rasch und vollständig in MPA umgewandelt.  
MPA wird in der Leber hauptsächlich durch Glucuronyltransferase (die Isoform UGT1A9) in  
inaktives phenolisches MPA-Glucuronid (MPAG) umgewandelt. In vivo wird MPAG über die  
enterohepatische Rezirkulation wieder zurück in freies MPA umgewandelt; auch ein kleinerer  
Anteil an Acylglucuronid (AcMPAG) wird gebildet. AcMPAG ist pharmakologisch aktiv und  
steht im Verdacht, für einige der Nebenwirkungen von MMF (Diarrhöe, Leukopenie)  
verantwortlich zu sein.  
Elimination  
Ca. 93% der Dosis wird über die Nieren grösstenteils als MPAG ausgeschieden, ca. 5,5% über  
die Faeces. In die Galle sezerniertes MPAG unterliegt einem enterohepatischen Kreislauf.  
Aufgrund des enterohepatischen Kreislaufes ist die Bestimmung der t von MPA erschwert,  
½
weshalb nur angenäherte Werte angegeben werden können.  
Bei gesunden Freiwilligen und Patienten mit Autoimmunerkrankungen wurden Clearance-  
Werte von etwa 10,6 l/h bzw. 8,27 l/h sowie Halbwertszeiten von 17 h beobachtet. Bei  
Transplantationspatienten waren die mittleren Clearance-Werte höher (Bereich: 11,9-34,9 l/h)  
und die mittleren Halbwertszeiten kürzer (5-11 h), wobei zwischen Nieren-, Leber- und  
Herztransplantationspatienten wenig Unterschied bestand. Für den einzelnen individuellen  
Patienten hängen diese Eliminationsparameter unter anderem von der Art einer allenfalls  
gleichzeitigen Behandlung mit anderen Immunsuppressiva, der seit der Transplantation  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
vergangenen Zeitspanne, der Plasmaalbuminkonzentration und der Nierenfunktion ab. Diese  
Ko-Faktoren können erklären, warum bei der gleichzeitigen Verabreichung von CellCept und  
Ciclosporin eine geringere Exposition zu beobachten ist (siehe «Warnhinweise und  
Vorsichtsmassnahmen») und weshalb die Plasmakonzentrationen im Vergleich zu den  
unmittelbar nach der Transplantation beobachteten Werten mit der Zeit tendenziell steigen  
(siehe «Pharmakokinetik Absorption»).  
Die Ausscheidung von MPA hängt von verschiedenen Transportproteinen ab. Organische  
Anionen transportierende Polypeptide (OATPs) und das Multidrug-Resistance-Protein 2  
(MRP2) sind an der MPA-Ausscheidung beteiligt; OATP-Isoformen, MRP2 und das  
Brustkrebs-Resistenz-Protein (BCRP = breast cancer resistance protein) sind Transporter, die  
mit der biliären Exkretion von Glucuroniden assoziiert sind. Auch das Multidrug-Resistance-  
Protein 1 (MRP1) kann MPA transportieren, sein Beitrag scheint jedoch auf den  
Absorptionsvorgang beschränkt zu sein. In der Niere kommt es zu einer starken Interaktion  
von MPA und seinen Metaboliten mit renalen organischen Anionen-Transportern.  
Kinetik spezieller Patientengruppen  
Nierenfunktionsstörungen  
In einer Einzeldosisstudie (6 Probanden pro Gruppe) war die AUC von MPA bei  
nierentransplantierten Patienten mit schwerer chronischer  
Niereninsuffizienz (glomeruläre Filtrationsrate <25 ml/min/1,73 m2) um 2875% höher als die  
AUC gesunder Personen oder von Patienten mit weniger schwerer Niereninsuffizienz. Die  
AUC von MPAG war ebenfalls erhöht. Die durchschnittliche Zunahme der AUC von MPA bei  
Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz war mit dem Anstieg der MPA-AUC bei Erhöhung  
der Tagesdosis von Mycophenolat-Mofetil von 2 g auf 3 g täglich vergleichbar.  
Patienten mit verzögerter Nierentransplantatfunktion  
Bei Patienten mit verzögerter Nierentransplantatfunktion nach der Verpflanzung war die  
mittlere MPA-AUC0-12 vergleichbar mit derjenigen von Patienten ohne Verzögerung der  
Transplantatfunktion, doch die MPAG-AUC0-12 war gegenüber letzteren um das Doppelte bis  
Dreifache erhöht.  
Für herz- oder lebertransplantierte Patienten mit schwerer chronischer Niereninsuffizienz  
liegen keine Daten vor.  
Leberfunktionsstörungen  
Bei leichter und mässiggradiger Leberzirrhose (Child Pugh A und B) war die Pharmakokinetik  
von MPA und MPAG durch die Leberparenchymerkrankung unbeeinflusst. Untersuchungen  
bei schwerem Leberparenchymschaden und akuter Funktionsstörung liegen nicht vor.  
Kinder und Jugendliche  
In einer offenen Studie mit 33 pädiatrischen Nierentransplantatempfängern wurden die  
Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit einer langfristigen Einnahme von CellCept  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
untersucht. Jeder Patient wurde in eine von drei Altersgruppen (3 Monate bis <6 Jahre, 6 Jahre  
bis <12 Jahre und 12 bis 18 Jahre) stratifiziert und erhielt eine von drei Dosisstufen (15 mg/kg,  
23 mg/kg oder 30 mg/kg zweimal täglich). Die Studienergebnisse wurden nach einem  
beziehungsweise zwei Jahren gemessen, bis die Studie vorzeitig geschlossen wurde, weil  
spezifischere Dosisempfehlungen ausgesprochen werden konnten. Von diesen Patienten  
schlossen 26 die Nachfolgestudie ab, in der sie die Therapie mit einer Dosis von 23 mg/kg  
zweimal täglich fortsetzen konnten insgesamt erhielten diese Patienten etwa drei Jahre lang  
eine CellCept-Therapie (kombinierte Dauer beider Studien). Diese Studien ergaben, dass die  
Dosis, bei der eine der Zielexposition von 27,2 hμg/ml am nächsten liegende MPA-AUC0-12h  
vorhergesagt wird, bei 600 mg/m2 lag und dass die anhand der geschätzten Körperoberfläche  
berechneten Dosen den Variationskoeffizienten um etwa 10% reduzierten. Daher wird die  
Dosierung anhand der Körperoberfläche der Dosierung anhand des Körpergewichts  
vorgezogen.  
Bei 55 pädiatrischen Nierentransplantationspatienten (im Alter von 1 Jahr bis 18 Jahren),  
denen oral zweimal täglich 600 mg/m2 Mycophenolat-Mofetil (bis maximal zweimal täglich 1 g)  
verabreicht wurde, wurden die pharmakokinetischen Parameter ausgewertet. Mit dieser Dosis  
wurden  
ähnliche  
MPA-AUC-Werte  
erreicht  
wie  
bei  
erwachsenen  
Nierentransplantationspatienten, welche CellCept in einer Dosis von zweimal täglich 1 g in der  
frühen und späten Posttransplantationsphase erhielten. Die MPA-AUC-Werte in allen  
Altersgruppen waren in der frühen und späten Posttransplantationsphase ähnlich.  
Ältere Patienten (≥65 Jahre)  
Die Pharmakokinetik von Mycophenolat-Mofetil und seinen Metaboliten war, basierend auf  
limitierten Studiendaten, bei älteren Transplantationspatienten im Vergleich zu jüngeren  
Transplantationspatienten nicht verändert.  
Präklinische Daten  
Das Blut bildende System und das Lymphsystem waren die Organe, die in den toxikologischen  
Studien mit Mycophenolat-Mofetil bei Ratten, Mäusen, Hunden und Affen in erster Linie  
betroffen waren. Diese Erscheinungen traten bei einer systemischen Verfügbarkeit auf, die der  
empfohlenen klinischen Dosis von 2 g/Tag für Nierentransplantationspatienten entsprach oder  
niedriger war. Gastrointestinale unerwünschte Wirkungen wurden bei Hunden bei einer  
systemischen Verfügbarkeit beobachtet, die der empfohlenen klinischen Dosis entsprach bzw.  
niedriger war. Gastrointestinale und renale unerwünschte Wirkungen in Verbindung mit  
Dehydratation wurden auch bei Affen bei der höchsten Dosis beobachtet (die systemische  
Verfügbarkeit entsprach der nach Gabe der klinischen Dosis bzw. war grösser). Das  
präklinische Toxizitätsprofil von Mycophenolat-Mofetil stimmt mit den unerwünschten  
Wirkungen überein, die bei klinischen Studien beim Menschen beobachtet wurden.  
Kanzerogenität  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
In experimentellen Modellen war Mycophenolat-Mofetil nicht tumorerzeugend. Die höchste  
Dosis, die in den Tierstudien zur Kanzerogenität geprüft wurde, ergab ungefähr die 2- bis 3-  
fache  
systemische  
Verfügbarkeit  
(AUC  
oder  
Cmax  
)
dessen,  
was  
bei  
Nierentransplantationspatienten nach Gabe der empfohlenen klinischen Dosis von 2 g/Tag  
bzw. die 1,3- bis 2-fache systemische Verfügbarkeit (AUC oder Cmax) dessen, was bei  
Herztransplantationspatienten nach Gabe der empfohlenen klinischen Dosis von 3 g/Tag  
gefunden wurde.  
Genotoxizität  
Zwei Genotoxizitätsuntersuchungen (der In-vitro-Maus-Lymphom-Thymidin-Kinase-Test und  
der In-vivo-Maus-Knochenmark-Mikronucleustest) deuteten darauf hin, dass Mycophenolat-  
Mofetil in stark zytotoxischen Dosen ein Potenzial aufweist, chromosomale Aberrationen zu  
bewirken. Andere Genotoxizitätsuntersuchungen (Mutagenese-Test in Bakterien, mitotischer  
Genkonversion-Test in der Hefe oder der Chromosomenaberrationstest an Ovarialzellen des  
chinesischen Hamsters) zeigten keine mutagene Wirkung.  
Fertilitätsstörungen  
Mycophenolat-Mofetil beeinflusste in oralen Dosen von bis zu 20 mg/kg/Tag die Fertilität von  
Ratten nicht. Die systemische Verfügbarkeit (Cmax) dieser Dosis entspricht dem 2- bis 3-fachen  
(Cmax) der empfohlenen klinischen Dosis von 2 g/Tag für Nierentransplantationspatienten bzw.  
der 1,3- bis 2-fachen (Cmax) empfohlenen klinischen Dosis von 3 g/Tag für  
Herztransplantationspatienten. In einer Studie über die weibliche Fertilität und Fortpflanzung  
bei Ratten traten nach Verabreichung oraler Dosen von 4,5 mg/kg/Tag in der ersten  
Filialgeneration (F1) Missbildungen (wie Anophthalmie, Agnathie und  
Hydrocephalus) auf, ohne dass beim Muttertier toxische Symptome beobachtet wurden. Die  
systemische Verfügbarkeit dieser Dosis entsprach ungefähr dem 0,5-fachen (Cmax) der  
empfohlenen klinischen Dosis von 2 g/Tag für Nierentransplantationspatienten und ungefähr  
dem 0,3-fachen (Cmax  
)
der empfohlenen klinischen Dosis von  
3
g/Tag für  
Herztransplantationspatienten. Bei den behandelten Weibchen (P1-Weibchen) sowie bei den  
Nachkommen der ersten Filialgeneration (F2-Weibchen oder -Männchen) wurden keine  
Auswirkungen auf die Fertilität und die Fortpflanzungsparameter festgestellt.  
Reproduktionstoxizität  
In teratologischen Studien an Ratten und Kaninchen kam es mit 6 mg/kg/Tag bei Ratten  
beziehungsweise 90 mg/kg/Tag bei Kaninchen zu einer fetalen Fruchtresorption und zu  
Missbildungen (wie Anophthalmie, Agnathie und Hydrocephalus [bei Ratten] bzw.  
kardiovaskulären und renalen Anomalien, wie z.B. Ektopie des Herzens und der Nieren,  
Hernia diaphragmatica und Hernia umbilicalis [bei Kaninchen]), ohne dass beim Muttertier  
toxische Symptome auftraten. Die systemische Verfügbarkeit (Cmax) dieser Dosen entspricht  
ungefähr dem 0,5-fachen oder weniger der empfohlenen klinischen Dosis von 2 g/Tag für  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
Nierentransplantationspatienten und ungefähr dem 0,3-fachen der empfohlenen klinischen  
Dosis von 3 g/Tag für Herztransplantationspatienten (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).  
Sonstige Hinweise  
Inkompatibilitäten  
CellCept Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen soll nicht mit anderen  
Arzneimitteln gemischt werden.  
Die Infusionslösung von CellCept i.v. darf nicht mit anderen intravenös zu verabreichenden  
Arzneimitteln oder Infusionszusätzen gemischt oder mit diesen gleichzeitig durch dieselbe  
Infusionsleitung infundiert werden.  
Haltbarkeit  
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum  
verwendet werden.  
Besondere Lagerungshinweise  
CellCept, Kapseln und CellCept, Filmtabletten  
Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor  
Feuchtigkeit zu schützen.  
CellCept, Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen und CellCept i.v.,  
Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung Nicht über 30 °C lagern.  
Das Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.  
Hinweise für die Handhabung  
Kapseln/Filmtabletten/Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen/Lyophilisat  
zur Herstellung einer Infusionslösung  
Da für Mycophenolat-Mofetil eine teratogene Wirkung nachgewiesen wurde (siehe  
«Schwangerschaft»), sollten die Filmtabletten und Kapseln von CellCept nicht zerstossen oder  
geöffnet werden. Patienten sollten eine Inhalation und den Haut- oder Schleimhautkontakt mit  
dem in den Kapseln und der oralen Suspension (vor der Zubereitung) von CellCept  
enthaltenen Pulver vermeiden. Falls es zu einem solchen Kontakt kommt, gründlich mit Seife  
und Wasser auswaschen; Augen mit gewöhnlichem Wasser spülen.  
Zubereitung der Suspension  
Es wird empfohlen, CellCept Suspension vor Abgabe an den Patienten von einer Fachperson  
zubereiten zu lassen. Es wird empfohlen, bei der Zubereitung sowie beim Abwischen der  
Aussenseite der Flasche/des Deckels und des Tisches nach der Zubereitung,  
Einmalhandschuhe zu tragen.  
1. Schütteln Sie die verschlossene Flasche mehrmals zur Auflockerung des Pulvers.  
2. Messen Sie 94 ml gereinigtes Wasser (Aqua purificata) in einem Messzylinder ab.  
3. Füllen Sie ungefähr die Hälfte des gereinigten Wassers in die Flasche. Verschliessen Sie  
die Flasche und schütteln Sie sorgfältig ca. 1 Minute.  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
4. Füllen Sie die Flasche mit der Restmenge des Wassers auf und schütteln Sie die  
verschlossene Flasche erneut ca. 1 Minute.  
5. Entfernen Sie die kindergesicherte Verschlusskappe. Setzen Sie den Flaschenadapter in  
den Flaschenhals ein.  
6. Verschliessen Sie die Flasche wieder fest mit der kindergesicherten Verschlusskappe.  
Dadurch wird der richtige Sitz des Flaschenadapters in der Flasche sowie die  
Kindersicherung der Verschlusskappe gewährleistet.  
7. Schreiben Sie das Verfallsdatum der zubereiteten Suspension auf das Flaschenetikett.  
Nach Zubereitung ist die Suspension 60 Tage haltbar.  
Zubereitung der Infusionslösung (6 mg/ml)  
CellCept i.v. enthält kein antibakterielles Konservierungsmittel. Die Rekonstitution und  
Verdünnung des Produkts muss daher unter aseptischen Bedingungen erfolgen. CellCept i.v.  
muss vor Gebrauch mit 5%-iger Glucose-Infusionslösung rekonstituiert und verdünnt werden.  
Für die Herstellung einer 1 g-Dosis sind 2 Durchstechflaschen CellCept i.v. erforderlich.  
1. a. Der Inhalt einer Durchstechflasche CellCept i.v. wird durch Zugabe von 14 ml 5%-iger  
Glucose-Infusionslösung rekonstituiert.  
b. Zur Auflösung des Arzneimittels die Durchstechflaschen vorsichtig schütteln.  
c. Vor der Verdünnung muss überprüft werden, ob die erhaltene Lösung klar und farblos  
ist. Die Durchstechflaschen sind zu verwerfen, wenn Trübungen oder Verfärbungen  
auftreten.  
2. a. Die rekonstituierten Lösungen von 2 Durchstechflaschen sind mit 140 ml 5%-iger  
Glucose-Infusionslösung weiter auf ein Gesamtvolumen von 168 ml bzw. auf eine  
Mycophenolat-Mofetil-Konzentration von 6 mg/ml zu verdünnen.  
b. Es ist zu prüfen, ob die hergestellte Lösung klar und farblos ist. Die Infusionslösung ist  
zu verwerfen, wenn Trübungen oder Verfärbungen auftreten.  
Wenn die Infusionslösung nicht unmittelbar vor Verabreichung hergestellt wird, ist sie  
spätestens 3 Stunden nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels zu infundieren.  
Bei 1530 °C lagern.  
Zulassungsnummer  
Zulassungsnummer (Original)  
53337 (Swissmedic), CellCept Kapseln  
53338 (Swissmedic), CellCept Filmtabletten  
54701 (Swissmedic), CellCept Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen  
54688 (Swissmedic), CellCept i.v., Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung  
Zulassungsnummer (Importeur)  
(Filmtabletten)  
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1. Fachinformation für Humanarzneimittel  
70242 (Swissmedic) (Tschechien), CellCept Filmtabletten  
Packungen  
Originalarzneimittel  
Für Zul.-Nr. 53337 verfügbar  
Kapseln 250 mg: 100, 3x100, 300 [B]  
Für Zul.-Nr. 53338 verfügbar  
Filmtabletten 500 mg: 50, 3x50, 150 [B]  
Für Zul.-Nr. 54701 verfügbar  
Flasche zu 35 g: 1 [B]  
Für Zul.-Nr. 54688 verfügbar  
Durchstechflaschen 500 mg: 4 [B]  
Parallelimportiertes Arzneimittel  
Für Zul.-Nr. 70242 verfügbar:  
Filmtabletten 500 mg: 50, 3x50 und 150 [B]  
Zulassungsinhaberin  
Zulassungsinhaberin (Original)  
Roche Pharma (Schweiz) AG, Basel.  
Zulassungsinhaberin (Importeur)  
EurimPharm Swiss AG, St. Gallen.  
Stand der Information  
September 2025.  
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