1. Fachinformation für Humanarzneimittel
Kontraindikationen
Hautinfektionen (Hauttuberkulose, Lues, Viruserkrankungen), Hautulzera, Acne rosacea (rosazeaartige
Dermatitis), periorale Dermatitis und Impfreaktionen, Überempfindlichkeit auf eine der Komponenten
des Präparates oder bekannte Überempfindlichkeit auf andere Kortikosteroide.
Elocom ist nicht für die ophthalmologische Anwendung bestimmt. Die Präparate sollten nicht im Auge
oder in Augennähe appliziert werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Im Falle einer Reizung oder Sensibilisierung durch die Anwendung von Elocom sollte die Behandlung
abgesetzt werden.
Bei bakteriell infizierten Hautkrankheiten und/oder Pilzbefall ist grundsätzlich eine bakterielle oder
antifungizide Zusatz-Therapie erforderlich.
Bei hochdosierter oder grossflächiger Anwendung (mehr als 30% der Körperoberfläche bei
Erwachsenen, 25% der Körperoberfläche bei Kindern) und/oder längerdauernder Anwendung ist die
Möglichkeit einer erhöten Resorption gegeben, weshalb systemische Wirkungen (NNR-Suppression)
nicht ausgeschlossen sind. Eine regelmässige ärztliche Überwachung ist daher unerlässlich.
Alle Nebenwirkungen, die nach systemischer Anwendung von Kortikosteroiden berichtet werden,
einschliesslich adrenaler Suppression, können auch mit topischen Kortikosteroiden auftreten, vor allem
bei Säuglingen und Kindern.
Bei der systemischen und topischen (einschliesslich intranasaler, inhalativer und intraokularer)
Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen
wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des
Patienten an einen Augenarzt zur Abklärung möglicher Ursachen der Sehstörungen in Erwägung
gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen wie
die zentrale seröse Chorioretinopathie (CSCR), über die nach systemischer und topischer Anwendung
von Kortikosteroiden berichtet wurde.
Eine ununterbrochene Applikationsdauer von 2-3 Wochen sollte nach Möglichkeit nicht überschritten
werden.
Die langfristige kontinuierliche oder unkorrekte Anwendung topischer Steroide kann bei
Behandlungsende Rebound-Effekte zur Folge haben (topical steroid withdrawal syndrome). Es kann
sich eine schwere Form eines Rebound-Effekts in Form einer Dermatitis mit intensiver Rötung, Stechen
und Brennen entwickeln, die sich über den ursprünglich behandelten Bereich hinaus erstrecken kann.
Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens ist grösser, wenn empfindliche Hautstellen wie das Gesicht oder
Beugen behandelt werden. Wenn es zu einer Rückkehr der ursprünglichen Beschwerden innerhalb von
Tagen oder Wochen nach der erfolgreichen Behandlung kommt, besteht der Verdacht auf eine
Absetzreaktion (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Die erneute Anwendung sollte nur mit Vorsicht
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